Tierschutzbund tagte in Uelzen / Aufnahme ist Pflichtaufgabe der Kommunen

Mehr Geld für Tierheime gefordert

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Szene aus dem Tierheim Uelzen. Viele Tierheime in Niedersachsen stehen vor der Insolvenz.

dpa Uelzen. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Kommunen in Niedersachsen aufgefordert, Tierheime finanziell stärker zu unterstützen.

„Die Übernahme der Kosten für Fundtiere sowie für Tiere, deren Unterbringung im Tierheim vom Amtstierarzt angeordnet wurde, ist eine kommunale Pflichtaufgabe – keine freiwillige Leistung“, sagte der niedersächsische Landesverbandsvorsitzende Dieter Ruhnke bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag in Uelzen.

Häufig werde die Frage von den Gemeinden aber nach Haushaltslage entschieden, so Ruhnke. „Von den 55 Tierheimen, die von Tierschutzvereinen in Niedersachsen betrieben werden, haben nur fünf kostendeckende Fundtier-Vereinbarungen mit ihren Kommunen.“ In der Regel würden nur etwa 25 bis 30 Prozent der Kosten übernommen. Den Rest müssten die Vereine abdecken. Zusätzlich seien sie auch noch finanziell voll verantwortlich für die Versorgung solcher Tiere. Viele Tierheime in Niedersachsen stünden vor der Insolvenz.

Auch Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) wies bei dem Treffen in Uelzen darauf hin, dass die Kostenübernahme Sache der Kommunen sei. Er bot seine Vermittlung bei entsprechenden Gesprächen zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und dem Tierschutzbund an.

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