Linienbetreiber verspricht optimierten Fahrplan bis Mitte Oktober / Auch Kreis arbeitet an Lösungen

Massive Probleme beim Busverkehr im Kreis Uelzen

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Die Schülerbeförderung bewegt die Gemüter. Viele Eltern aus dem ganzen Landkreis beklagen, dass viele Verbindungen nicht funktionierten und Kinder auch schon mal stehen gelassen würden.

js Uelzen/Landkreis. Die Probleme sind massiv: Bei der Schülerbeförderung im Landkreis klemmt es nach dem Wechsel des Betreibers und im Streckennetz. Und das ist noch wohlwollend ausgedrückt, glaubt man den Kommentaren der AZ-Leser auf dem Facebook-Auftritt unserer Zeitung.

Zahlreiche Eltern bringen ihre Kinder, meist Grundschüler, selbst zu Schule. In Hansen scheint die Lage völlig vertrackt zu sein, wie eine Leserin berichtet. Zum Teil seien die Schüler irgendwo herausgelassen worden, nur nicht in der Nähe der Grundschule in Veerßen.

„In Emmendorf wissen wir nicht einmal, wo die Bushaltestellen sind. Es wissen nicht einmal die Busfahrer“, schreibt Denis Lüder auf der AZ-Facebook-Seite. „Anschlussbusse nach Wriedel von Ebstorf funktionieren auch noch nicht. Wir Eltern fahren jetzt seit einer Woche die Kinder. Schwierig, wenn man berufstätig ist“, so Tanja Feierabend, auf dem AZ-Facebook-Auftritt.

„Es scheint überall Probleme zu geben. Mich hat stutzig gemacht, als meine Tochter mir schilderte, dass die Busfahrer die Kinder gefragt haben, ob sie richtig fahren“, schreibt Anna Dambeck.

„Mein Kind (Grundschülerin) wurde einfach stehen gelassen. Er hat noch durch klopfen an der Scheibe auf sich aufmerksam gemacht und die Fahrerin ist einfach losgefahren“, weiß Stefanie Gundlach zu berichten.

Zum 1. August wurde ein komplett neues Busliniennetz mit 36 neuen Buslinien eingeführt – bestehend aus neun Hauptlinien, 27 Nebenlinien und ergänzt durch Rufbuslinien (AZ berichtete). 25 Orte werden erstmalig an den ÖPNV angeschlossen. Zum Schuljahresbeginn hat auch die Schülerbeförderung begonnen – mit den geschilderten Problemen.

Der neue Buslinienbetreiber Haller verspricht Verbesserungen. Nach den Herbstferien soll ein optimierter Fahrplan konzipiert worden sein, verspricht Thorsten Kayser, Geschäftsführer von Haller Busbetrieb. Aktuell will das Unternehmen Personal an stark frequentierten Bushaltepunkten abstellen, um den Kindern das richtige Umsteigen zu erleichtern. Beispielsweise am Haltepunkt Arbeitsagentur an der Lüneburger Straße, wo morgens früh elf Busse ankommen und die Kinder auf die Schulen verteilen. Dass Schüller an Haltestellen einfach stehen gelassen worden sein sollen, wie Eltern berichten, kann Kayser nicht bestätigen „Davon ist mir nichts bekannt.“ Der Geschäftsführer betont, dass der Auftraggeber der Landkreis sei, der für den Fahrplan verantwortlich zeichne. „Der Landkreis arbeitet gemeinsam mit allen Beteiligten nach wie vor mit Hochdruck daran, die diesbezüglichen Probleme schnellstmöglich abzustellen“, so Pressesprecher Martin Theine. Auch das Busunternehmen stimme sich mit den jeweiligen Schulen ab, betont Kayser.

Hilfe bei akuten Problemen bietet die Firma Haller ihren Kunden unter der Uelzener Service-Nummer (0581) 97 62 80 an.

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