Streit an der Gudesstraße eskaliert / Stehtische geworfen

Massenschlägerei vor Uelzener Kneipe

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Sobald Alkohol im Spiel ist, sinkt bei vielen die Hemmschwelle und es kommt zu Schlägereien.

loh Uelzen. Es begann alles mit verbalen Streitigkeiten und artete in einer Massenschlägerei aus. An einer Uelzener Kneipe in der Gudesstraße kam es am frühen Sonnabend gegen 4.29 Uhr zu einer handfesten Auseinandersetzung einer bisher noch unbekannten Personenzahl.

Dabei gingen die Täter nicht nur mit ihren Fäusten aufeinander los, sondern schleuderten auch Stehtische auf mehrere Personen. Die Polizei konnte die Streitenden schließlich nur durch den Einsatz von Reizstoff voneinander trennen. Zwei Personen mussten anschließend zur Behandlung mit dem Rettungswagen in das Uelzener Klinikum gebracht werden. Zwei weitere Personen konnten nach kurzer Behandlung vor Ort entlassen werden. Gegen die Beteiligten hat die Polizei jetzt Strafverfahren eingeleitet und Ermittlungen aufgenommen.

„So ein Einsatz ist für die Polizisten vor Ort immer extrem unübersichtlich, weil sich meistens auch viele Unbeteiligte in der Umgebung befinden, die das Geschehen verfolgen“, sagt Polizeisprecherin Antje Freudenberg. Deshalb fahre die Polizei meist mit mehreren Streifenwagen an den Ort des Geschehens, weil man nie genau wisse, was einen erwartet. Im Uelzener Fall waren insgesamt drei Streifenwagenbesatzungen am frühen Sonnabend im Einsatz.

Zum Glück seien Massenschlägereien aber insgesamt nicht sehr häufig, meint Antje Freudenberg. „Die meisten Schlägereien ließen sich verhindern, wenn Freunde rechtzeitig eingreifen würden.“ Sollte ein Bekannter immer aggressiver werden, müsse man ihm klar machen, dass er nicht unterstützt werde. „So jemandem darf man kein Publikum geben, das macht sie nur aggressiver“, so die Polizeisprecherin. Das Hauptproblem sei aber ein altbekanntes: der hohe Alkoholkonsum. „Sobald Alkohol im Spiel ist, sinkt bei vielen die Hemmschwelle und bei einem falschen Wort beginnt dann leider oft die Schlägerei“, sagt Antje Freudenberg.

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