Marschroute für mögliche Fusion

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. Die Zusammenlegung des Wrestedter und Bodenteicher Bauhofes wurde während der jüngsten Sitzung des Bodenteicher Samtgemeinderates zurückgestellt. Der Grund: Es besteht noch Beratungsbedarf zwischen den Samtgemeinden und Fraktionsvorsitzenden sowie den Mitarbeitern und Personalräten.Außerdem, so das logische Argument: Kommt es zu einer möglichen Fusion der beiden Samtgemeinden, dann hat sich eine Diskussion um die Zusammenlegung der Bauhöfe sowieso erledigt. "In Abstimmung mit den Wrestedtern wurden nun die Daten erstellt", verkündete Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling.

In den Unterlagen, die jedem Ratsmitglied der beiden Samtgemeinden übergeben wurden oder noch werden, wird aufgezeigt, wie durch eine mögliche Fusion oder Einheitsgemeinde ein nachhaltiger Haushalt gesichert werden kann. Von der Samtgemeinde Bodenteich wurde ein Ablaufplan für die Ratsmitglieder erstellt. Am Montag, 19. Oktober, findet ein Abstimmungsgespräch mit Vertretern der Regierung statt. Einen Tag später wird das Gutachten in den Räten der Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden in Wrestedt vorgestellt. Am Donnerstag, 22. Oktober, wird die Organisationsuntersuchung der Verwaltung im Rat der Samtgemeinde vorgestellt. Ende des Monats, am 29. Oktober, tagt nach dem Samtgemeindeausschuss auch der Samtgemeinderat in Bad Bodenteich. Dort wird der Auftakt zu gemeinsamen Verhandlungen mit der Samtgemeinde Wrestedt eingeläutet und es sollen Lenkungs- und Arbeitsgruppen gebildet werden. "Danach", betont Rainer Kölling, "ist es wichtig, dass wir die Bürger mit ins Boot holen." Es wird am 29. Oktober also keine endgültige Entscheidung fallen. "Die derzeitige finanzielle Situation lässt jedoch keinen anderen Weg zu", mutmaßt der Samtgemeindebürgermeister. "Den Zeitplan finde ich wichtig. Wir müssen einen grundlegenden Richtungsbeschluss fassen", sagte Ernst Siemeke (CDU). Grundlagen für die interkommunale Zusammenarbeit sind aussagekräftige Zahlen. Nun sind die Fraktionen gefordert. Claus-Dieter Reese (CDU) fragte bei der Verwaltung an, ob nicht auch Strukturdaten wie Arbeitsplätze erfasst werden sollten, um diese besser vergleichen zu können: "Wir haben zwar mehr Schulden, aber auch mehr Arbeitsplätze." Ivonne Großmann-Daniel (SPD) befürchtete, dass vier Wochen zu knapp für die Beratungen sind. Letztendlich stimmte auch die SPD dem Terminplan der Verwaltung zu. Die Zusammenlegung des Bauhofs kann, falls eine Fusion nicht zustande kommt, immer noch gesondert behandelt werden.

Erschienen: 01.10.2009: AZ / 229 / Seite:8

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