Marco – jetzt der Film

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Sat.1 zeigt am 22. März das Schicksal des 17-jährigen Uelzener Schülers.

Uelzen. Es ist einer der größten Alpträume, der eine Familie treffen kann. Für die Familie von Marco Weiss wurde er Wirklichkeit: Der damals 17-jährige Uelzener wurde im April 2007 in der Türkei wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs einer 13-jährigen Britin verhaftet und verbrachte 247 Tage in türkischen Gefängnissen. Jetzt hat Sat.1 dieses Schicksal verfilmt – zu sehen ist der Streifen am 22. März um 20.15 Uhr.

Veronica Ferres spielt Marcos Mutter Martina Weiss, Herbert Knaup den Vater Ralf Jahns. Vladimir Burlakov ist als Marco zu sehen. Dem Spielfilm liegt das Buch „Marco W. – meine 247 Tage im türkischen Knast“ zugrunde, an dem die Produzenten Ica und Michael Souvignier von der Zeitsprung Entertainment GmbH die Rechte erwarben. Das Ehepaar hat schon anspruchsvolle Filme wie „Böseckendorf – die Nacht, in der ein Dorf verschwand“, „Contergan“ und „Das Wunder von Lengede“ produziert.

Gedreht wurde der Streifen jedoch nicht an Originalschauplätzen. So kehrt die Familie zwar nach Uelzen zurück, tatsächlich wurden die Heimataufnahmen aber in Buchholz in der Nordheide gedreht, die Gefängnisszenen auf Malta produziert. Das Schicksal von Marco hatte im Jahr 2007 sogar die Regierungen der Türkei und Deutschlands beschäftigt, kurz vor Weihnachten wurde der Schüler schließlich aus der Untersuchungshaft entlassen und im September 2009 in Abwesenheit zu knapp zwei Jahren und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

„Unser Spielfilm ist stark verdichtet“, erklärt Souvignier und betont, „dass bei der Drehbuchentwicklung Marcos ganze Familie eng eingebunden war“. Herausgekommen ist ein ein eindrucksvoller Film, der nicht auf überflüssige Effekthascherei setzt, sondern versucht, das Unfassbare des Falls Marco herauszuarbeiten. Und der eine Botschaft transportiert: Es hätte jede Urlauberfamilie treffen können. Die AZ hat sich den Streifen, in dem auch erstmals neue Hintergrundinformationen gezeigt werden, vorab angesehen.

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