Mehrstündige Rettungsaktion in einer Lagerhalle / Zugang nur aus 15 Metern Höhe möglich / Getreide rutscht immer wieder nach

Mann steckt in Westerweyher Silo fest

Langwieriger Rettungseinsatz auf einem Gewerbebetrieb an der Westerweyher Industriestraße: Ein Mann steckt im Getreidesilo fest. Weil Verletzungsgefahr besteht, kann man ihn nicht einfach herausziehen.
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Langwieriger Rettungseinsatz auf einem Gewerbebetrieb an der Westerweyher Industriestraße: Ein Mann steckt im Getreidesilo fest. Weil Verletzungsgefahr besteht, kann man ihn nicht einfach herausziehen.

stk Westerweyhe. „So etwas haben wir noch nicht gehabt“, sagt Stadtbrandmeister Axel Ziegeler. Da läuft eine Rettungsaktion der Feuerwehr an einem Getreidesilo in der Westerweyher Industriestraße bereits seit anderthalb Stunden.

Ein Mann steckt bis zum Oberkörper im Getreide fest. Wie er dort hingekommen ist, ist nicht bekannt. Erreichbar ist er einzig und allein über einen schmalen Steg, der in 15 Metern Höhe durch die Lagerhalle führt.

Um 17.40 Uhr wird die Feuerwehr alarmiert. 64 Feuerwehrleute eilen zur Einsatzstelle in dem Gewerbegebiet. Einfach herausziehen geht nicht, betont Ziegeler, der den Einsatz leitet: „Es besteht Verletzungsgefahr.“ Da ständig Getreide nachrutscht, baut die schnelle Einsatzgruppe des Technischen Hilfswerks (THW), das mit 16 Kräften vor Ort ist, aus einem Gerüstsystem einen Schacht um das Opfer, das sich direkt bei der (nicht in Betrieb befindlichen) Förderschnecke befindet. Der Mann wird während der Aktivitäten regelmäßig von einem Notarzt und Rettungskräften betreut.

Um 22.37 Uhr die erlösende Nachricht von Feuerwehr-Sprecher Christoph Paul: „Die Person ist jetzt frei.“

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