Manchmal...

. . . muss der Uhlenköper über seine Uelzener Mitbürger mächtig die Nase rümpfen. Während er selbst eher der optimistische und nach vorne blickende Zeitgenosse ist, mäkeln nicht wenige Uelzener permanent an „ihrer“ Stadt herum. „Hier ist nichts los.

Hier tut sich doch nichts“, sind noch die harmloseren Worte, mit denen sich der gemeine Uelzener über eben Uelzen äußert. Und wenn sich ein Neubürger in der Uhlenköperstadt ansiedelt, muss er sich vom Uelzener die Frage gefallen lassen: „Was willst Du denn in Uelzen? Bist Du strafversetzt worden?“.

Ja, ja, so tickt er, der Uelzener. Oft schon hat Uhlenköper versucht, der Ursache des miesepetrigen, wenig lokalpatriotisch denkenden Uelzeners auf die Schliche zu kommen. Sind es Minderwertigkeitskomplexe gegenüber allem Neuen, sind es Ängste vor Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit ganz natürlich ergeben? Eine schlüssige Antwort hat der Uhlenköper noch nicht gefunden. Stattdessen versucht er stets, die Vorzüge der Kleinstadt inmitten der Lüneburger Heide anzupreisen. Während Auswärtige diesen Vorzügen offen gegenüber stehen, läuft er bei Uelzens Ur-Einwohnern eher gegen unsichtbare Mauern, bedauert der Uhlenköper.

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