Vier Transporter hätten eigentlich stehen bleiben müssen

Lüneburg: Acht Tiertransporte kontrolliert – alle acht bemängelt

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Die Beamten bemängelten bei der Kontrolle auch nicht ausreichenden Platz für die Tiere.

mdk Lüneburg. Acht Tiertransporte wurden jetzt im Kreis Lüneburg unter die Lupe genommen, bei allen acht Kontrollen gab es etwas zu bemängeln. Am Mittwoch und Donnerstag waren fünf Beamte für die Überprüfung im Kreis Lüneburg im Einsatz. Die Mängel reichten von fehlenden Trenngittern bis hin zu erkrankten Tieren.

Es ging nicht nur um das Wohl der Tiere, auch der Zustand der Fahrzeuge wurde überprüft.

Festgestellte Mängel waren neben der fehlenden Trenngitter eine zu geringe Deckenhöhe beim Transport von Rindern, falsche Gruppenzusammenstellungen, zu große Gruppen und kein ausreichender Platz für die Tiere. Bei der Kontrolle eines Rindertransportes wurde zudem festgestellt, dass eine Kuh ein entzündetes Bein hatte und eine weitere Kuh mit einem stark veränderten Euter transportiert wurde. Vier Transporter hätten eigentlich stehen bleiben müssen, jedoch wurde die Weiterfahrt zu Gunsten der Tiere erlaubt. Das Warten auf einen Ersatztransport und das Umladen hätte für die Tiere größeren Stress bedeutet, als die nur noch relativ kurze Weiterfahrt zum Zielort.

Bei einem Transporter wurden derart gravierendere Reifenschäden festgestellt, dass der Fahrer den Reifen noch vor Ort wechseln musste. Gegen die betroffenen Fahrer, Unternehmer beziehungsweise Auftraggeber wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

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