Beratungen zu möglichen Sperrgebieten

„Lovemobile“ auf dem Prüfstand

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nre Uelzen. Die Polizeidirektion Lüneburg wird mit Kommunen und Landkreisen im Nordosten Niedersachsens über eine Sperrgebietsverordnung für sogenannte „Lovemobile“ beraten. Das erklärte gestern die Pressesprecherin der Polizeidirektion Lüneburg, Janina Koch, auf AZ-Nachfrage.

Eine solche Verordnung würde Orte, womöglich auch im Kreis Uelzen, ausweisen, an denen „zum Schutz der Jugend und zur Wahrung des öffentlichen Anstands“ Prostituierte in Wohnmobilen keine sexuellen Dienstleistungen mehr anbieten dürften.

Eine Diskussion um eine solche Verordnung angeschoben hat die CDU-Fraktion im Landtag. Der Suderburger Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer sowie seine Kollegen Heiner Schönecke und Angelika Jans hatten eine kleine Anfrage zur „rechtlichen Zulässigkeit von Lovemobilen“ gestellt. Aufgegriffen wurde das Thema schließlich von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Stade, Anne Behrends, die sich in Rücksprache mit anderen Gleichstellungsbeauftragten für eine solche Verordnung stark macht. Dabei wird auf die Existenz solcher Sperrbezirke in anderen Regionen Niedersachsens verwiesen, die von den zuständigen Polizeidirektionen erlassen wurden. In der Polizeidirektion Lüneburg, so Janina Koch, habe es bislang für einen solchen Schritt keine Veranlassung gegeben. „Niemand nahm an den Lovemobilen Anstoß“, hält Koch fest.

Einen weiteren Artikel zu den Lovemobilen lesen Sie am Mittwoch in der AZ.

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