Mehr als 30 Bewerber zeigen Interesse an den zehn Baugrundstücken am Dachsgang

Lostrommel für die Bauherren

Das Neubaugebiet am Dachsgang: Zwischen 400 und 700 Quadratmeter sind die Grundstücke groß. Grafik: Stadt Uelzen

Uelzen. Wer die Nummer Eins zieht, erhält das Grundstück seiner Wahl: Mehr als 30 Bewerber hoffen auf den Zuschlag für eines von zehn Grundstücken am Dachsgang im Uelzener Gebiet Königsberg.

Auf einer 800 Hektar großen Fläche entstehen diese Baugrundstücke, die die Stadt für 110 Euro pro Quadratmeter verkaufen will. Dafür hat der Uelzener Stadtrat am Montagabend den Bebauungsplan beschlossen. Wie es bei der Vergabe in Neubaugebieten seit Jahren üblich ist, veranstaltet die Stadt am Donnerstag eine Verlosung. So hat jeder die gleichen Chancen auf das Grundstück seiner Wahl. Alle Bewerber ziehen eine Nummer, die ersten zehn dürfen der Reihe nach auswählen – die Mehrheit geht leer aus.

Innenstadtnah wollen viele Menschen wohnen, daher ist das Gelände am Dachsgang/Ecke Immenweg so beliebt – noch viel begehrter als zum Beispiel die Fläche am Rießelkamp in Westerweyhe, wo die Grundstücke nur halb so teuer, aber dafür auch etwa fünf Kilometer von Uelzen entfernt sind.

Der neue Bebauungsplan, der in zwei Wochen veröffentlicht wird, soll ein- bis zweigeschossige Eigentumshäuser ermöglichen. Der städtische Baudezernent Karsten Scheele-Krogull rechnet damit, dass die Käufer voraussichtlich im September mit dem Bau beginnen werden. „Das Interesse ist sehr groß“, berichtet Scheele-Krogull. Auch kleinere Grundstücke werden nachgefragt. Jeweils 400 bis 700 Quadratmeter sind die einzelnen Flächen am Dachsgang groß.

Zum Vergleich: Am Rießelkamp 1 und 2a in Westerweyhe stehen noch etwa ein Dutzend Baugrundstücke von jeweils 650 bis 900 Quadratmeter zur Verfügung, demnächst kommen noch neun Grundstücke am Rießelkamp 2b hinzu. Der Kaufpreis für die Eigentumsgrundstücke liegt bei 47 Euro pro Quadratmeter.

Die Stadt Uelzen plant auch noch weitere Flächen für Neubau auszuschreiben: In etwa einem Jahr wird der Bebauungsplan für die ehemalige Fläche des Tennisclubs an der Bernhard-Nigebur-Straße feststehen. Dass die Stadt mit dem Verkauf von Grundstücken viel Geld in die Kasse spült wie noch vor zehn Jahren, ist nach Ansicht von Scheele-Krogull unwahrscheinlich. Damals wurden noch 89 Baugrundstücke verkauft, 2005 wurden 32 Verkäufe gezählt – bis zum Jahr 2009 sank die Zahl unter 10 Baugrundstücke (AZ berichtete). Seit zwei Jahren werden Baugebiete wieder nachgefragt – am ehesten zentrumsnah und dann auch zu höheren Preisen.

Von Diane Baatani

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