Mit Beginn der sonnigen Tage hat auch das Grillen Hochkonjunktur

Los, leg was auf den Rost

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Nach wie vor der Klassiker: Steaks und Bratwürste werden in der Uhlenköperstadt am liebsten gegrillt.

Uelzen. Wenn nach den „Eisheiligen“ die Temperaturen steigen und Feiertage wie Himmelfahrt und Pfingsten zusätzliche Gelegenheiten bieten, kommt die Grillsaison so richtig in Schwung.

Der Grill ist ein Evergreen: Es gibt ihn elektrisch oder mit Gas betrieben, doch die meisten Uelzener greifen zum Holzkohle-Grill. Damit liegen sie im deutschlandweiten Trend, denn rund 80 Prozent aller Grillgeräte werden mit dem Festbrennstoff betrieben. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass man diese Variante auch bei Ausflügen ins Grüne ohne Weiteres betreiben kann. Bei der momentanen Trockenheit ist dabei jedoch ganz besondere Vorsicht geboten, warnt Günter Böhme, Polizeihauptkommissar in Uelzen: „Vor allem sollte der Grill nie unbeaufsichtigt sein.“

Und was packen die Uelzener am liebsten aufs Rost? „Grillen ohne Bratwurst geht nicht“, lautet die Erfahrung von Anja Bardowicks von der Fleischerei Bardowicks. „Geflügel und Fisch sind zwar im Kommen, aber die Bratwurst gehört einfach dazu.“ Bei Ramona Sack von der Fleischerei Oliver Brink sind eher die Steaks begehrt: „Mit den Temperaturen steigt auch die Grillfleisch-Nachfrage, vor allem das Schweinenacken-Steak ist beliebt.“ Willi Moritz von Moritz Fleischwaren stimmt beiden zu: „Nackensteak und Bratwurst sind die absoluten Klassiker. Aber der Trend geht auch zu kleineren Besonderheiten, zum Beispiel gefüllte Taschen.“

Doch es muss nicht immer Fleisch sein: Es gibt zum Beispiel Würstchen, Schnitzel und Steaks aus Tofu (ursprünglich ein asiatisches Nahrungsmittel, hergestellt aus Sojabohnenteig) oder aus Seitan (von japanischen Zen-Buddhisten als Ersatz für Fleisch entwickelt, hergestellt aus Weizengluten). Gut gewürzt ist die Ähnlichkeit in Konsistenz und Geschmack dem Fleisch verblüffend ähnlich. Auch spezieller Käse und bestimmtes Gemüse eignen sich für die Zubereitung auf dem Grillrost.

Fleischlose Grillrezepte:

Feta vom Grill. Für 4 Portionen benötigt man 2 Päckchen Feta-Käse, 4 Tomaten, 2 mittelgroße Zwiebeln, nach Belieben ein paar Oliven pro Portion, eine Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, italienische Kräuter, frischen Basilikum und Olivenöl.

Zubereitung: Vier große Stücke Alufolie zurechtschneiden und je einen halben Feta darauf legen. Die Tomaten in Scheiben und die Zwiebeln in Ringe schneiden, dann auf dem Käse verteilen. Oliven halbieren und ebenfalls auf den Käse legen. Alles mit Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern würzen, frischen Basilikum und nach Belieben etwas Knoblauch darauf geben. Jedes Päckchen mit circa 3 Esslöffeln Olivenöl beträufeln und dann die Alufolien gut verschließen. Etwa 10 Minuten auf dem Grill garen.

Marinierter Seitan. Für 4 Portionen benötigt man 1 Kilogramm Seitan (Weizenprotein), 250 Milliliter Olivenöl, 4 Knoblauchzehen, ein Stück frischen Ingwer, Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer, 3 Esslöffel Sojasoße und einen Zweig frischen Thymian.

Zubereitung: Seitan in etwa zentimeterdicke Schnitten schneiden. Olivenöl mit Salz, Pfeffer, Sojasoße und Thymian in einer Schüssel mischen. Knoblauch schälen und ins Öl pressen. Ingwer klein schneiden oder reiben und darunter rühren. Seitanscheiben durch das Öl ziehen, in eine flache Schüssel schichten und jede Lage mit dem gewürzten Öl bedecken. Am besten über Nacht zugedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen. Beim Grillen die Scheiben immer wieder mit der Marinade bepinseln. Nach Belieben in Fladenbrot mit Salat servieren oder auch pur mit Grillsoßen genießen.

Von Meike Schaffranek und Karsten Tenbrink

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