Vertrag geschlossen / Stadt und Vermarktungsgesellschaft halten sich noch bedeckt

Lokaler Investor kauft die Kaufhalle

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Es ist der prominenteste Leerstand Uelzens – und das schon seit Jahren: Nun wurde die Kaufhalle veräußert.

Uelzen. Sie war über Jahre für viele das Ärgernis in der Uelzener Innenstadt schlechthin: die seit 2004 leerstehende Kaufhalle an der Lüneburger Straße. Nun kommt aber Bewegung in das missliche Thema.

Das mit der Vermarktung der Kaufhalle beauftragte Hamburger Unternehmen Atos-Asset Management hat AZ-Recherchen bestätigt, wonach das Gebäude verkauft wurde. Wer der Käufer ist und was aus der Kaufhalle nun wird, dazu äußerte sich Atos bislang nicht.

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Auch die Stadt hält sich auf Nachfrage noch bedeckt. Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt erklärte lediglich, dass es sich um einen lokalen Investor handele, mit dem ein Kaufvertrag geschlossen worden sei. Bevor das Eigentum übergehe, müsse der geschlossene Kaufvertrag aber noch einen formalen Prozess durchlaufen.

Anfang 2004 hatte die Kaufhalle ihre Pforten geschlossen. Seitdem hatten immer wieder Investoren Interesse an dem Objekt bekundet. 2011 plante die Kaufhauskette Woolworth einen Einzug. Die Verhandlungen zerschlugen sich. 2014 verhandelte auch Claus Schuwirth, der das Wohn- und Geschäftshaus in unmittelbarer Nähe zur Kaufhalle an der Wachsmuthschen Klinke errichtet hat, mit dem Eigentümer der Kaufhalle, der britischen Firma Treveria Asset Management. Man konnte sich nicht auf einen Kaufpreis einigen. Nach AZ-Informationen war in diesem Sommer der Kaufpreis für das Gebäude an der Lüneburger Straße gesenkt worden. Die Anstrengungen der letzten Jahre, den seit 2004 bestehenden Leerstand zu bereinigen, sei durch die Stadt in den vergangenen Monaten nochmals intensiviert worden, so Jürgen Markwardt. Ihn freue es, dass der Verkauf nun endlich neue Perspektiven biete. In engem Kontakt würde die Stadtverwaltung den Investor bei der Entwicklung seines Konzeptes für diesen Standort unterstützen, „denn dort kann jetzt ein weiterer großer Schritt für die Innenstadt-Entwicklung folgen.“

Von Norman Reuter

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