Gewerkschaft Verdi fordert 7 Prozent für Beschäftigte

Lohngespräche bei Helios

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Rund 750 Mitarbeiter zählt das Helios-Klinikum Uelzen. Für sie soll es beim Lohn 7 Prozent mehr geben.

nre Uelzen/Hannover. Die Gewerkschaft Verdi will bei Tarifverhandlungen für die 4500 Beschäftigten der sieben Helios-Kliniken in Niedersachsen eine Lohnsteigerung von sieben Prozent, mindestens 175 Euro, durchsetzen. Außerdem müssten alle Auszubildenden übernommen werden.

In Uelzen betreibt Helios ein Krankenhaus mit rund 750 Mitarbeitern.

Gestern haben die Tarifverhandlungen begonnen. Wie die Gewerkschaft Verdi erklärt, habe der Helios-Konzern ein Angebot unterbreitet, wonach rückwirkend zum 1. Januar 2,1 Prozent mehr gezahlt würden. Im kommenden Jahr sei nochmals eine Steigerung um 2,2 Prozent in Aussicht gestellt worden. In Summe: 4,3 Prozent. Die Verdi-Tarifkommission zeigte sich gestern enttäuscht vom Angebot. Verhandlungsführer Ralf Krüger: „Die Ausgangslage ist eindeutig: Die Gewinne in 2015 sind mehr als komfortabel – über 30 Millionen Euro mit den sieben Kliniken. Das wurde von den Beschäftigen erwirtschaftet und muss entsprechend beim Gehalt honoriert werden.“ Die Einnahmen der Kliniken würden 2016 steigen, so Krüger, was weiteren Spielraum eröffne.

Die Verhandlungen werden laut Verdi am 11. April in Hannover fortgesetzt. Sie betreffen die Kliniken in Uelzen, Wittingen, Gifhorn, Herzberg, Hildesheim, Nienburg und Salzgitter.

Da für die Kliniken nicht der Helios-Konzerntarifvertrag, sondern Hausverträge gelten, stehen die Tarifverhandlungen laut Verdi turnusgemäß an.

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