Aktion gegen Unterwanderung der Wehren / Auftaktveranstaltung für fünf Kreise in Uelzen

„Löschangriff gegen Rechts“

Sie engagieren sich für andere: Die über 4000 aktiven Feuerwehrmänner im Kreis. Unter ihnen soll es keine Rechtsradikalen geben.

Uelzen. Wehret den Anfängen: Mit einem landesweiten Gemeinschaftsprojekt des Niedersächsischen Innenministeriums und des Landesfeuerwehrverbandes soll eine Unterwanderung der Wehren durch Rechtsradikale verhindert werden.

Für die Landkreise Uelzen, Celle, Lüneburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg wird die Auftaktveranstaltung zu „Löschangriff gegen Rechts“ am kommenden Sonnabend, 13. April, in Uelzen stattfinden. Dazu werden bis zu 200 Feuerwehrmänner und -frauen aus den fünf Kreisen in der Uhlenköperstadt erwartet.

Wie Claus Bauck, Kreisbrandmeister von Lüchow-Dannenberg und Mitglied des Landessozialausschusses im Niedersächsischen Feuerwehrverband, im AZ-Gespräch sagte, sollen die Wehren für das Thema Rechtsradikalismus sensibilisiert werden. Rechtsradikale seien keine Bomberjacken- und Stiefelträger mehr, sondern nette und hilfsbereite Kumpel von nebenan. „Diese Herrschaften suchen Strukturen, in denen sie ihre Gesinnung verbreiten können. Leider gelang ihnen dies schon in anderen Bundesländern. In Niedersachsen haben wir noch nicht das große Problem damit, allerdings wollen wir den Rechtsradikalen auch gar keine Tür öffnen“, so Claus Bauck.

Dazu wird bei der Auftaktveranstaltung am Sonnabend, die ab 14 Uhr im Ratssaal des Uelzener Rathauses stattfindet, zunächst ein Vortrag über Rechtsradikalismus in Deutschland gehalten. Mitarbeiter der Niedersächsischen Extremismus-Informationsstelle werden referieren. Im Anschluss, so Claus Bauck, werde es um die Prävention gegen Rechts gehen. „Wie finde ich heraus, ob Rechtsradikale sich in Wehren verankern wollen? Wie kann ich dies unterbinden? Das sind Fragen, die dann die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung beschäftigen werden“, erklärt er.

Der Kreisbrandmeister, der in der Arbeitsgruppe zum „Löschangriff gegen Rechts“ des Landes-Feuerwehrverbandes mitarbeitet, betont, dass der Termin am Sonnabend nur der Startschuss ist. Die in Uelzen vermittelten Informationen müssten in den Kreis- und Ortswehren weitergegeben werden, damit ein dichtes Netz gegen Rechts gebildet werde.

Von Norman Reuter

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