Sperrung der Greyerbrücke: Stadt Uelzen optimiert Umleitungskonzept weiter

Lkw-Verbot am Königsberg

Für Lkws ist hinter der Hambrocker Straße Schluss – die Stadt Uelzen hat hier Schilder aufgestellt, weil Brummifahrer wiederholt am Königsberg herumkurvten. Foto: Ph. Schulze

ib Uelzen. . Den ersten Schultagen hatten die Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen entgegengeblickt – schließlich ist die Greyerbrücke gesperrt und das Verkehrsaufkommen außerhalb der Sommerferien deutlich höher als in den Ferien.

Doch bei der Stadt Uelzen ist man zufrieden: „Das Umleitungskonzept nach Sperrung der Greyerbrücke greift auch nach den Sommerferien“, sagt Stadt-Sprecherin Ute Krüger. In der Innenstadt sei der Verkehr früh morgens ohne große Behinderungen geflossen. „Die Uelzener haben sich sehr gut auf die Situation eingestellt. “.

Natürlich habe man durch das höhere Verkehrsaufkommen zu den Stoßzeiten stockenden Verkehr. Vor allem an der Mühlen- und an der Gudesstraße rund um den Hammersteinplatz brauchen Autofahrer ein starkes Nervenkostüm – hier geht teilweise gar nichts mehr. „Insgesamt aber gibt es nicht die Stauungen, die wir befürchtet haben“, freut sich Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Nach seiner Einschätzung seien auch viele Menschen auf das Fahrrad umgestiegen.

Inzwischen hat die Stadtverwaltung das Umleitungskonzept weiter optimiert: Anwohner des Königsbergs haben sich beispielsweise gemeldet und darauf hingewiesen, dass Lkws vermehrt in ihren Stadtteil abbiegen. Die Stadt hat nun zusätzlich Sackgassenschilder am Königsberg und in Höhe der Niendorfer Straße aufgestellt und außerdem ein Lkw-Verbot hinter der Einmündung Hambrocker Straße platziert.

Mehrere Verkehrsteilnehmer hätten bei der Stadt gefragt, warum die Ampel vor dem Theater beziehungsweise Herzog-Ernst-Gymnasium (HEG) noch in Betrieb sei, weiß Scheele-Krogull. „Hier geht es um die Schulwegsicherung für Schüler des HEG, die wir beachten müssen“, erklärt der Baudezernent dazu. „Die Ampel zeigt für Fahrzeuge nur rot, wenn Fußgänger die Straße überqueren möchten – sie reagiert also nur im Bedarfsfall.“

Auch das Thema Behelfsbrücke wird immer wieder an die Stadt herangetragen, berichtet Scheele-Krogull. Viele Bürger verstehen nicht, warum eine solche nicht gebaut wurde. Die Stadt Uelzen habe maßgeblich darauf verzichtet, „weil sich die Bauzeit der Brücke um ein Jahr verlängern würde“, sagt der Baudezernent. „Daneben hätte eine Behelfsbrücke ebenfalls zu Problemen im Verkehrsfluss geführt, denn die Querung wäre schmaler und das Überfahren nur langsamer möglich.“ Zudem werde der Bau des neuen Marktcenters und der Kreisverkehre so erleichtert. Die Maßnahmen Brückenbau, Marktcenter und Kreisverkehre können miteinander verknüpft und die Zufahrten für Zulieferer gemeinsam genutzt werden.

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