1st Class Session mit Janice Harrington und Jeniffer Kae im Lässig

Licht und Schatten

Janice Harrington gab sich bei der 1st Class Session im „Lässig“ stimmgewaltig.

Uelzen. Mit 270 Gästen war die erste 1st Class Session im Restaurant „Lässig“ im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen ausverkauft.

Damit war die Galerie über der Bahnhofshalle bis an die Kapazitätsgrenze gefüllt – einerseits zur freudigen Überraschung des Initiators Peer Frenzke, andererseits wurden dadurch noch am selben Abend die Schwächen der neuen Räumlichkeit für die 1st Class Session deutlich.

Impressionen vom Abend

Erste 1st Class Session im Restaurant „Lässig“

Janice Harrington und Jenniffer Kae verbreiteten auf der Bühne mit der Band ordentlich Stimmung, doch die Bauweise der Galerie mit ihrer großen Öffnung Richtung Erdgeschoss brachte es mit sich, dass nur die ersten Reihen vor der Bühne in einen optischen und ungestörten soundtechnischen Genuss kamen. Die gesamte linke Seite der Galerie und somit etwa ein Drittel der Zuhörer blieb außen vor, die Ansagen waren unverständlich, der Sound schwammig und der Sichtkontakt zur Bühne gleich Null: eine Reihe enttäuschter Zuhörer brach vorzeitig auf.

Nach der überraschenden Absage des Restaurants „Alcatraz“ im Januar (AZ berichtete), blieb offen, wie sich das „Lässig“ im Hundertwasser-Bahnhof als neuer Veranstaltungsort präsentieren würde. „Das ist ja unser erster Auftritt hier, da muss man natürlich auch erst einmal Erfahrungen sammeln“, erklärte Frenzke in der Pause auf AZ-Nachfrage. „In einer ersten Überlegung kann ich mir vorstellen, die Bühne durch den Aufbau von Podesten zu erhöhen, zusätzliche Boxen zu installieren und über eine Beamer-Präsentation nachzudenken“, kündigte er zum Ende des Konzerts von der Bühne aus an.

Die 1st Class Session steht für spontane Jam-Sessions mit wechselnden Besetzungen. Mit Janice Harrington stand eine renommierte Soul- und Gospel Sängerin von Weltformat auf der Bühne. Eine hohe Bürde für Hauptact Jenniffer Kae, die zudem durch eine leichte Erkältung gehandicapt war. Aber schon die ersten Songs ließen keine Zweifel aufkommen: Jenniffer tobte auf der Bühne, machte sogar vor einigen „Headbanging“-Einlagen nicht Halt und suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum.

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