Bei Lüneburg wird zusätzlicher Fahrstreifen eingeplant

A39: Letzter Abschnitt ab 2024?

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Die bestehende A 39 bei Wolfsburg: Wegen erhöhter Verkehrsprognosen soll die geplante Autobahn in einem Abschnitt bei Lüneburg einen zusätzlichen Fahrstreifen erhalten.

bo Lüneburg. Der geplante Teilabschnitt der A 39 zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L216) und Erbstorfer Landstraße wird zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen zusätzlichen Fahrstreifen erhalten.

Der bislang vierstreifig geplante Teilabschnitt soll auf einer Länge von vier Kilometern um einen so genannten Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung ergänzt werden, der das Auf- und Abfahren auf die Autobahn leichter und sicherer machen soll. Das teilte das niedersächsische Verkehrsministerium gestern mit.

Anlass für die Erweiterung und Überarbeitung der Pläne seien aktuelle Untersuchungen, die in dem betroffenen Bereich von einer höheren Verkehrsdichte ausgehen als ursprünglich angenommen. Für die veränderte Planung liege dem Land jetzt die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums vor. Im 1. Quartal 2017 will der zuständige Geschäftsbereich Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die entsprechend überarbeiteten Pläne der Planfeststellungsbehörde vorlegen, um sie in das laufende Verfahren einzubringen.

„Mit dem zusätzlichen Verflechtungsstreifen im Lüneburger Abschnitt machen wir die Autobahn sicherer“, erklärte Verkehrsminister Olaf Lies. „Unsere Planer waren verpflichtet, die neuen Prognosezahlen zu berücksichtigen und haben schon sehr gut vorgearbeitet. Der Baubeginn an diesem Abschnitt kann, wie bisher kommuniziert und vorgesehen, noch 2019 erfolgen.“

Lies ging auch auf den Rest der Strecke bis Wolfsburg ein: Die Planung für die übrigen Abschnitte bleibe unverändert. „Für den südlichsten Planungsabschnitt der A 39 bei Wolfsburg erwarte ich den Planfeststellungsbeschluss im nächsten Jahr und den Baubeginn 2018“, so Lies. „Beim letzten von sieben Planungsabschnitten rechnen wir für 2024 mit dem Baustart. Wir bringen die A 39 zügig voran.“

Hintergrund der aktuellen Planänderung ist eine neue Verkehrsuntersuchung für die A 39, die eine so genannte Verflechtungsprognose des Bundesverkehrsministeriums für das Jahr 2030 einbezieht. Für das Jahr 2025 war in dem Abschnitt der A 39 bei Lüneburg bislang eine Verkehrsbelastung von 61 300 Fahrzeugen täglich prognostiziert worden. Für das Jahr 2030 wurden jetzt 64 300 Fahrzeuge täglich errechnet. Das bedeutet erhöhte Verkehrsbelastung an vielen Anschlussstellen bei Lüneburg. Der Verflechtungsstreifen ist grundsätzlich kein dritter Fahrstreifen, sondern dient der Erleichterung der Ein- und Ausfädelvorgänge und wird mit einer so genannten Blockmarkierung von den eigentlichen Fahrstreifen abgesetzt.

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