Streichquartett „Die Goldene Tafel“ gab Passionskonzert in St. Marien

Die letzten sieben Worte

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„Die Goldene Tafel“ überzeugte mit dem anspruchsvollen Werk von Joseph Haydn.

Uelzen. Rund 50 Klassik-Interessierte waren am vergangenen Sonntag in die St. -Marien-Kirche Uelzen gekommen, um dem Passionskonzert zu lauschen, das das Streichquartett „Die Goldene Tafel“ zusammen mit Erik Matz, Kantor der St. -Marien-Kirche, gestaltete.

Vorgetragen wurde das Werk „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ von Joseph Haydn. Die „Sieben letzten Worte“ entsprechen dabei den letzten Sätzen Jesu Christi am Kreuz – hier musikalisch dargestellt von Violine, Viola und Violoncello. Eingeleitet wurden die sieben kleinen Sätze, die als Interpretation der entsprechenden Worte Jesu, wie „Vater vergib ihnen“ oder „Es ist vollbracht“ gedacht sind, von kurzen Orgelmeditationen durch Erik Matz.

Joseph Haydn schuf hier ein Werk von eindrucksvoller Neuartigkeit und zugleich eine seiner bedeutendsten Instrumentalkompositionen. Mit Hilfe von Tonmalerei, überraschenden Kontrasten und einer außerordentlich farbigen Harmonik gelang es ihm, Christus in seiner Dualität als Gottes- und Menschensohn zu zeigen und den Leidenskampf seiner letzten Stunden zum Ausdruck zu bringen.

Überzeugend vorgetragen wurde das Werk vom Streichquartett „Die goldene Tafel“, deren Schwerpunkt in kirchenbezogener Literatur liegt. Der Name entstammt der wertvollen Hochaltarretabel der Benediktiner-Klosterkirche St. Michaelis zu Lüneburg.

Katrin Westphal (Erste Violine), Galina Roreck (Zweite Violine), Thilo Westphal (Viola) und Susanne Janzen (Violoncello) überzeugten die Anwesenden durch zauberhafte Klanggebilde und wurden am Schluss zum Teil mit Standing Ovations belohnt.

Von Oliver Huchthausen

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