Hurrikan „Sandy“: Uelzener warten im Bundesstaat New York auf ihre Abreise

LeG-Schüler im Wirbelsturm

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Der Hurrikan „Sandy“ hat gestern die Ostküste erreicht. Syracuse im Bundesstaat New York blieb bislang verschont.

Uelzen/Syracuse. Wegen des Hurrikans „Sandy“ sitzen 15 Schüler und ihre zwei Lehrerinnen Kirsten Mehmke und Katharina Dormeier vom Uelzener Lessing-Gymnasium in den USA fest.

Rund zweieinhalb Wochen haben sich die Austauschschüler in Syracuse im US-Bundesstaat New York aufgehalten, sieben Fahrstunden mit der Bahn von New York City entfernt. Für heute war der Abflug der Uelzener von New York aus geplant, doch gestern standen die Fernzüge zwischen ihrem Aufenthaltsort und dem Flughafen still. Schließlich wurde auch ihr Flug nach Deutschland für heute gestrichen.

„Unsere Lage hier ist zur Zeit ungewiss“, berichtete auf AZ-Nachfrage Felix Reuscher aus Syracuse. Ob die Züge heute wieder fahren, war bis gestern Abend noch offen. „Bislang ist es hier noch nicht stürmisch, nur seit heute Morgen recht kalt“, schilderte der Uelzener Schüler. „Der Sturm mit starken Regengüssen und Windgeschwindigkeiten bis zu 60 Meilen pro Stunde soll uns heute Nacht erreichen.“ Wegen der überirdisch verlegten Stromkabel rechnen die Amerikaner in der Region bei Syracuse, die nördlich von New York City liegt, mit Stromausfällen. Die Jugendlichen sind noch in ihren Gastfamilien untergebracht und erleben, wie sich Einheimische vorsorglich mit Wasser, Nahrungsmitteln, Batterien und Benzin für ihre Notstromgeneratoren eindecken – die Lage sei jedoch nicht so ernst wie in New York City, betont Felix Reuscher. Ein Mitglied aus seine Gastfamilie habe aus der Metropole berichtet, wie dort die Menschen ihre Fenster verbarrikadierten und Supermärkte tagsüber schlossen. Im Laufe des gestrigen Abends (Ortszeit) sollte der Hurrikan südlich von New York an Land treffen.

„Hier in Syracuse fällt unsere Abschiedsfeier aus“, bedauerten gestern die Austauschschüler, da die Schule vorsichtshalber bereits am Nachmittag geschlossen worden sei. „Unsere Lehrer sind sehr fürsorglich und versuchen alles Menschenmögliche“, so Felix Reuscher. „Sie betreuen uns und stehen uns in diesen kritischen Tagen mit Rat und Tat zur Seite.“

Von Diane Baatani

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