Winterschlussverkauf läuft in diesen Tagen aus / Unterschiedliche Öffnungszeiten in der Innenstadt

Langsamer Anstieg der Prozente

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Winterschlussverkauf auf seinem Höhepunkt: Die ersten Rabatt-Aktionen in Uelzener Geschäften haben bereits Anfang des Jahres begonnen. In den vergangenen zwei Wochen wurde schließlich noch verstärkt reduziert.

Uelzen. Winterschlussverkauf im Endspurt? In vielen Uelzener Geschäften sind die Prozente seit Weihnachten langsam angestiegen, bei inhabergeführten Läden ebenso wie bei Filialisten.

Somit haben die Rabatt-Aktionen bei vielen Geschäften derzeit ihren Höhepunkt erreicht, Einzelhändler äußern sich verhalten – aber auch „nicht unzufrieden“, heißt es zum Beispiel in der Boutique „Just me“ an der Veerßer Straße. Dort werde beim aktuellen Wetter noch die winterliche Kleidung gesucht, die im Gegensatz dazu bei den höheren Temperaturen im November und Dezember noch nicht über den Ladentisch ging.

In der Filiale Vestino an der Lüneburger Straße sei der große Ansturm auf Winterkleidung vorbei, sagt Martina Bruns aus dem Modegeschäft Vestino. „Kurz nach Silvester haben schon alle reduziert“, sagt Martina Bruns, sie selbst schon direkt nach Weihnachten, der Winterschlussverkauf laufe nun langsam aus. Winterkleidung sei derzeit gar nicht mehr gefragt, ist ihre Erfahrung. Die Rabatt-Aktionen noch zu steigern sei jedoch kaum möglich: „Wir müssen auch ein bisschen was daran verdienen, und die Miete müssen wir auch reinbekommen“, betont sie. Ware, die nicht mehr verkauft wird, befindet sich schon auf dem Weg in die zugehörigen Outlet-Läden.

Zugleich kommt eine Diskussion um abgestimmte Öffnungszeiten auf: „Die Leute wissen gar nicht mehr, wer wann geöffnet und geschlossen hat“, sagt Martina Bruns. Das Bekleidungsgeschäft hat sonnabends bis 16 Uhr geöffnet, ebenso einige Drogerien und Kaufhäuser. Viele Apotheken schließen an diesem Tag um 12.30 Uhr, andere Geschäfte ebenso wie der Wochenmarkt um 14 Uhr und weitere Läden um 15 Uhr. Eine Viertelstunde, nachdem die Stände auf dem Wochenmarkt abgebaut werden, sei zu spüren, dass die Zahl der Kunden abnimmt, sagt Martina Bruns.

Das Intersport-Geschäft an der Veerßer Straße hatte ausprobiert, sonnabends bis 16 Uhr zu öffnen, berichtet Geschäftsführer Marcus Wichterich. Ebenso war es auch bei „Just me“ in der Nachbarschaft. Bei beiden wurde diese Regelung jedoch wieder geändert, sonnabends kann dort bis 14 Uhr eingekauft werden.

„Zur Innenstadtbelebung könnte ich mir durchaus andere Öffnungszeiten vorstellen, die ich mittragen würde“, erklärt der Geschäftsführer von „Sport Wichterich“, „die müssten aber von der breiten Mehrheit getragen werden, das ist das Problem.“ Er ist dafür, dass man die lange Öffnungszeit am ersten Donnerstag im Monat wieder aufleben lässt. Es bräuchte eine gewisse Zeit, bis sich das Angebot etabliert, sagt er, aber verbunden mit kleinen Aktionen könnte er sich vorstellen, dadurch die Lust aufs Shopping zu steigern.

Von Diane Baatani

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