O.I.C. lösen ein Ticket für das Lüneburger Stadtfest

Uelzener Folk-Trio gewinnt „Battle of the Bands“

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O.I.C. aus Uelzen – Alexander Klug, Jan-Frederic Buhr und Philipp Duszinski – machen den ersten Platz beim „Battle of the Bands“.

mki Lüneburg. „Ähm –kennt uns hier überhaupt jemand?“, fragt Jan-Frederic Buhr am Samstagabend zu reichlich vorgerückter Stunde in die begeisterte Menge vor ihm und erntet dann doch etwas ratlose Blicke.

Aber egal: „Es war wirklich sehr, sehr schön hier!“ resümiert der Sänger und Gitarrist der Uelzener Band O. I. C. am Ende eines wahrlich mitreißenden Kurzauftritts in der Lüneburger Kult-Location Garage und ist sich da mit dem Publikum völlig einig: Klatschend und gröhlend kürt es das Trio per Lautstärke-Voting zum Sieger des ersten Lüneburger „Battle of the Bands“ und damit zum Gewinner eines Startplatzes auf dem Lüneburger Stadtfest und eines Schecks über 500 Euro.

Viel Krach, und das unter vollem Körpereinsatz, machen die Lüneburger Schrotttrommler: Platz zwei.

Dabei war die Entscheidung denkbar knapp: Mit gemessenen 105,1 Dezibel trennen die Drei ganze 0,4 Dezibel vom Zweitplatzierten, den bereits international bekannten Lüneburger Schrotttrommlern und weitere 0,2 Dezibel von der Dritten, Miss Allie, die kurzfristig für die ausgefallenen 37 Degrees eingesprungen war. Und die Herzen des Publikums mit einer geballten Charmeoffensive im Sturm gewann: Allein „bewaffnet“ mit Mikro und Akustikgitarre erzählt die zierliche, aber stimmgewaltige Masterstudentin und Singer-Songwriterin unter anderem von der Schwierigkeit, bei Bewerbungsgesprächen sein wahres Ich zu (be-)wahren: „Ich suche immer noch jemand, der mich so mag, wie ich bin, bei dem ich mich nicht verstellen muss und – der mich einstellt.“

Welche Band hat die meisten Fans? Mirko Heil misst die Lautstärke in Dezibel. Miss Allie macht den dritten Platz.

Auf den weiteren Plätzen des von den Jungen Lüneburgern, dem Verein junger Kaufleute aus der Hansestadt, zugunsten der musikalischen Nachwuchsförderung initiierten Events landeten Damn!Escape um den charismatischen Sänger Dennis Witt, die Pop-Punker Empire Steak Building und Raufazer mit Frontmann Kai-Uwe Kolkhorst, der bislang eher als Solokünstler bekannt war. Für die Folkrocker O.I.C. (Oh, I See) – neben dem Heidekreis-Polizisten Buhr der Tischlermeister Alexander Klug am Bass und der Logistikkoordinator Philipp Duszynski am Banjo – bedeutet der Contest-Gewinn neben einer Erweiterung des Aktionsradius’ nach Norden auch einen weiteren, kleinen Schritt hin zum großen Ziel: von der Musik zu leben.

„Musik zu machen ist doch eindeutig die schönste Art und Weise, seinen Lebensunterhalt zu verdienen“, sagt Duszynski im Backstage-Bereich. „Aber es ist auch ein langer, harter Weg.“

Uelzener gewinnen das "Battle of the Bands" in Lüneburg

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