Politik einigt sich

Landkreis wird vorerst keine eigene Beratungsstelle bekommen

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Seine Rückkehr sorgt für Wirbel. In der Bevölkerung sei Verunsicherung wegen des Wolfes zu spüren, sagt die Kreis-SPD. Die Politik setzt nun ihre Hoffnungen auf das neue Wolfsbüro in Hannover.

Uelzen/Landkreis. Die Rückkehr des Wolfs erregt die Gemüter – auch in der Kreispolitik: Es sei lange während der jüngsten Kreisausschuss-Sitzung diskutiert worden, berichtet Uelzens Landrat Dr.

Heiko Blume, letztendlich – so das Fazit – haben sich die Mitglieder darauf verständigt, dass es im Landkreis vorerst keine eigene Wolfsberatungsstelle geben soll.

Die SPD-Fraktion hatte die Stelle schnellstmöglich eingefordert, weil eine Verunsicherung der Bevölkerung in Bezug auf den Wolf zu spüren sei. Finanziert werden sollte sie durch das Land Niedersachsen für maximal einen Zeitraum von zwei Jahren (AZ berichtete).

Das Land selbst kündigte vor drei Wochen an, Anfang Juli ein Wolfsbüro in Hannover zu schaffen, mit dem es die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Wolf und die Bearbeitung von Wolfsrissen verbessern will. Es würde auf sämtliche Sichtungen ein amtlicher Stempel gemacht, hatte Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz seinerzeit erklärt. Die Kreispolitik werde sich zunächst anschauen, so Blume zur Diskussion im Kreisausschuss, wie diese Maßnahme greife.

Weil aus Sicht der SPD Berichte zum Wolf in den Medien mehr polarisierten als informierten, war von ihr auch eine Informationsanzeige gefordert worden. Hier setzt die Politik auf einen bereits vom Landkreis Uelzen erstellten Flyer zum Wolf. Blume: „Diesen wollen wir stärker Publik machen.“

Von Norman Reuter

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