Nach Problemen zu Schuljahresbeginn: Ab Montag gilt ein neuer Fahrplan

Nach Chaos zum Schulanfang: Busbetrieb drohen Sanktionen

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Mit der Umstellung beim Busverkehr im August hakte es zu Schuljahresbeginn auch bei der Schülerbeförderung. 

Uelzen/Landkreis. Anfang August legte der Sommer mit kühleren Temperaturen eine Pause ein. Eingeheizt wurde jedoch den Verantwortlichen der Schülerbeförderung im Landkreis. Und zwar von aufgebrachten Eltern.

Mit der Einführung des neuen Busliniennetzes und -fahrplans zum 1. August hakte es zu Schuljahresbeginn am 3. August beim Schulbus-Verkehr (Regionalbusse) an allen Ecken und Kanten. Nach Ende der Herbstferien am kommenden Montag soll alles besser werden. Das hofft man jedenfalls beim Landkreis als Träger der Schülerbeförderung, beim verantwortlichen Busbetrieb Haller sowie bei der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO).

Deren Verkehrsplaner, Frank Wiesner, stellte gestern den überarbeiteten Plan im Uelzener Kreishaus vor. Warum die Umstellungen beim Busverkehr im August für nicht wenige Schüler zuweilen im Chaos endeten, darüber werde sowohl bei der VNO als auch bei Haller gerätselt.

Zahlreiche Eltern machten ihren Unmut auch in Form von Leserbriefen und E-Mails bei der AZ Luft: Kinder seien an falschen Haltestellen oder im Nirgendwo rausgelassen worden, leere Busse seien an vollen Haltestellen vorbeigerollt oder Anschlüsse klappten nicht.

Der Verkehrsgesellschaft sei von Haller zugesichert worden, dass die Fahrer vorab ausreichend geschult worden seien, erklärte Wiesner. In diversen Gesprächen nach der Umstellung hätten sowohl Kreis als auch die VNO deutliche Worte zu den Missstände gegenüber Haller gefunden, so Sozialdezernent Lothar Heinisch. „Selbst der Haller-Betriebsleiter war ratlos, warum manche Fahrer bestimmte Haltestellen nicht gefunden haben“, so Wiesner. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Fahrer sämtliche alten und neuen Veränderungen mit Schulbeginn am Montag verinnerlicht haben.

Landkreis kann bei Defiziten Geld einbehalten

Das Ausmaß an Beschwerden habe schon überrascht, sagte der zuständige Kreisdezernent Lothar Heinisch. Man habe mit dem Busbetrieb Haller aber einen sogenannten Maluskatalog bei der Übertragung des Regional-Busverkehrs im Landkreis Uelzen vereinbart. Das heißt: Der Landkreis kann bei Defiziten Geld einbehalten. Das wolle man bei der Jahresendabrechnung prüfen, kündigte Heinisch an.

Gleichwohl betonten Heinisch und Frank Wiesner, Planer bei der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO), dass auch dem beauftragten Busunternehmen an einem funktionierenden Plan gelegen sei. Die Fahrer von Haller seien beispielsweise noch mal darauf hingewiesen worden, dass bei Umstiegen beispielsweise in Ebstorf gewartet werden solle, bis die Busse aus Uelzen eingetroffen seien, damit die Schüler ihre Anschlüsse in die umliegenden Ortschaften auch er- reichten. Das neue Fahrplanheft wird es ab Dezember geben. Infos im Internet unter: www.uelzen.de/kreisfahrplan

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