Auftaktveranstaltung für den Wettbewerb „LandZukunft“: Teilnehmer sammelten kreative Ideen

Landkreis startet Image-Offensive

Der Freizeitwert des Kreises Uelzen ist unbestritten. Doch wie können der Region wirtschaftliche Impulse angesichts des demografischen Wandels verliehen werden? Darum ging es jetzt bei der Startveranstaltung für das Modellvorhaben „LandZukunft“. Foto: Archiv

Uelzen/Landkreis. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen im Kreis Uelzen ist derzeit gut, „doch das Image der Region ist grottenschlecht. Hier müssen wir unbedingt etwas tun.

“ Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“, fand am Mittwochabend im Uelzener Ratssaal deutliche Worte bei der Startveranstaltung für das Modellvorhaben „LandZukunft“.

Wie berichtet, ist der Kreis Uelzen als einer von insgesamt 17 Landkreisen in Deutschland vom Bund für die Teilnahme an diesem Wettbewerb ausgewählt worden. Jetzt ging es darum, Ideen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu entwickeln. Und die etwa 70 Teilnehmer – zum größten Teil Unternehmer und Entscheider – brachten eine Vielzahl an Vorschlägen ein.

Ein Ergebnis der Beratungen, die vom Hannoveraner Büro KoRis moderiert wurden: Im Kreis Uelzen soll eine Image-Offensive gestartet werden, um die Region in der öffentlichen Wahrnehmung als Wohn- und Arbeitsstandort attraktiver zu machen. Dabei sollen nicht nur Auswärtige zu einem Umzug in den Kreis Uelzen bewogen werden. „Das Ziel ist auch, die Menschen hier in der Region zu halten“, erklärte Jochen Rienau, Projektmitarbeiter bei KoRis, gegenüber der AZ. Das bestätigte auch Marlis Kämpfer. „Das Regions-Image muss verbessert werden, sonst bekommen wir die benötigten Fachkräfte nicht und können die hier arbeitenden Menschen nicht halten“, betonte sie.

Auf großen Zuspruch der Teilnehmer stieß auch der Vorschlag, eine Attraktion mit Magnetwirkung im Kreis Uelzen zu etablieren – zum Beispiel in den Bereichen Einkaufen, Freizeit, Ökologie und Tourismus.

„Es war eine runde Veranstaltung mit sehr vielen Anregungen“, bilanzierte Rienau erfreut. Die Ideen seien breit gestreut gewesen, daher werde KoRis diese nun „vorfiltern“. Dabei soll das Büro von einer etwa zehnköpfigen Strategiegruppe unterstützt werden, deren Mitglieder sich aus Teilnehmern der Startveranstaltung zusammensetzen. Drei Treffen der Gruppe sind in den kommenden Monaten geplant: am 15. Dezember, 17. Januar und 22. Februar. Dazwischen soll zudem ein Projektworkshop tagen.

Am Ende des Diskussionsprozesses, so hoffen die Verantwortlichen von Kreisverwaltung, „Uelzen aktiv“ und KoRis, werden sich einige Schwerpunktthemen herauskristallisieren. Diese sollen dann in die offiziellen Wettbewerbsunterlagen des Kreises Uelzen für das Modellprojekt „LandZukunft“ aufgenommen werden. Ob die Region am Ende den Zuschlag erhält und damit in den Genuss von Fördergeldern des Bundes kommt, darüber entscheidet eine Fachjury im März kommenden Jahres.

Von Bernd Schossadowski

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