Prozess um veruntreute Spendengelder durch „Kinder in Not“ wird hinter verschlossenen Türen verhandelt

Landgericht schweigt zu „Deal“

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tm Uelzen/Lüneburg. Im Prozess um veruntreute Spendengelder durch den Vorstand des Vereins „Kinder in Not“ wird derzeit mehr hinter verschlossenen Türen als in der Öffentlichkeit verhandelt:

So gibt das Landgericht Lüneburg derzeit keine Auskunft, ob die beiden Angeklagten das Angebot des Gerichtes angenommen haben, bei einem Geständnis Haftstrafen nicht über ein bestimmtes Maß hinaus zu bekommen. Gewerbsmäßige Untreue in 62 Fällen wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Jürgen W. vor, seiner ehemaligen Lebensgefährtin Cornelia D. zehn Taten weniger (AZ berichtete). W. müsste bei einem Geständnis nicht mehr als viereinhalb Jahre Haft, D. würde eine Bewährungsstrafe kriegen. Dieses „Angebot“ war nach einem mehrstündigen, nicht öffentlichen Gespräch am ersten Verhandlungstag gemacht worden. Die Frist für den Deal lief vergangenen Freitag ab. Ob W. und D. zustimmten, bleibt bis zum nächsten Verhandlungstag am 20. September unter Verschluss, erklärte ein Sprecher.

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