IGS auf dem Lande?

Wo geht es für die Schüler im Landkreis Uelzen hin? Wie werden die Schulen der Zukunft aussehen? Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Mit dem Start ins neue Schuljahr geht auch die schulpolitische Diskussion im Landkreis in eine neue Runde. Der Uelzener SPD-Ortsverein und die Ratsfraktion haben sich jetzt eindeutig für die Neugründung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Kreisstadt ausgesprochen, erklärt SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ute Röling: „Auf alle Fälle. Wir kriegen das hin.“

Am Montag wollen sich die Schulpolitiker der Stadt-SPD erstmals in einer Arbeitsgruppe „IGS für Uelzen“ treffen und eine politische Marschroute erarbeiten. Die Elternbefragung im Rahmen des Gutachtens über die Schulentwicklung des Kreises ist für Röling eindeutig: „Der Bedarf ist kreisweit da.“

Unterdessen bringt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Jacques Voigtländer, auch die Variante von kleineren Gesamtschulen etwa in Bad Bodenteich oder Suderburg ins Gespräch. „Eine IGS ohne Oberstufe sichert den Samtgemeinden Bodenteich und Suderburg nicht nur die zukünftigen Schülerzahlen und den Standort, sondern ist zugleich im Süden des Landkreises ein integriertes gymnasiales Angebot“, argumentiert Voigtländer und erwartet bei dieser Variante auch Interesse aus dem Nachbarkreis Gifhorn. „Es bleibt allein die Frage, ob Suderburg und Bad Bodenteich rechtzeitig die Chancen ergreifen, die sich bieten. Sonst dürfte ihnen die Stadt Uelzen den Rang ablaufen“, glaubt er: „Dann unterstütze ich aber auch eine IGS in Uelzen.“

Wolfram Sest (Mitglied der FDP-Kreistagsfraktion) will in der CDU/FDP-Mehrheitsgruppe im Kreistag und in der Elternschaft für die neue Schulform werben. „Da gibt es viele Vorurteile. Ich bin mir sicher, dass bei ausführlicher Aufklärung eine Mehrheit möglich ist.“

Voigtländer verweist darauf, dass die CDU/FDP-Landesregierung die Gründung von Gesamtschulen erleichtern will.

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