Die letzten Bauarbeiten im Hundertwasser-Restaurant / Am Nikolaus-Tag ist Eröffnung

„Lässig“ auf der Zielgeraden

Noch sieht das Bahnhofs-Restaurant nach Baustelle aus: Joachim Latsch und Viola Radebold vom neuen „Lässig“ steht eine anstrengende Woche bevor. Dann hat der Betrieb für Touristen und Einheimische geöffnet. Foto: Wendlandt

Uelzen. Die Luft ist staubig, der Lärm ohrenbetäubend. Im neuen „Lässig“-Restaurant im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen wird fleißig gestrichen und gehämmert. Im Küchenbereich kreischt eine Kreissäge.

Noch suchen sich seltene Gäste einen Weg zwischen Leiter, Gerüst und Werkzeugen durch den großen Saal. Aber am kommenden Montag soll das Restaurant eröffnet werden. Ab Dienstag, 6. Dezember, kann dann zum ersten Mal die Öffentlichkeit die Gastronomie der regionalen Betreiber-Gemeinschaft des „Lässig“ besuchen. Ab 11 Uhr werden innen und auch außen vor dem Restaurant Köstlichkeiten angeboten, kündigt Geschäftsführer Joachim Latsch an. Der zugehörige Backshop, der im ehemaligen „Arte“-Shop eingerichtet wird, soll am frühen Morgen für die Pendler öffnen.

Schon in dieser Woche, am Donnerstag, wird mit einer ersten Weihnachtsfeier der Gastronomie-Bereich in der ersten Etage eingeweiht. Die Galerie ist fertig renoviert, und damit sie bis Donnerstag nicht einstaubt, bleibt das frisch gestrichene Podest unter einer Plane verborgen. Bis zu hundert Gäste finden auf dieser Etage Platz. Stühle mit beige- und apricotfarbenen sowie roten und blauen Bezügen – im Sinne Hundertwassers – prägen das Bild. Gestern wurde geputzt, und heute werden alle Koch-Utensilien, Gläser und Teller in der Küche auf dieser Ebene eingeräumt, erklärt die Leiterin des Restaurant-Betriebs, Viola Radebold.

Unterdessen werden im Erdgeschoss die Decken eingezogen. Handwerker bringen helle Schallschutz-Platten an, streichen sie und stellen den Boden fertig. Restaurant-Gäste dürfen während des Essens einen Blick in die Küche werfen, deshalb ziehen die Mitarbeiter regionaler Handwerksbetriebe zwischen den beiden Bereichen Glasscheiben ein. Am Ende der Woche werden Küche und Esssaal mit Elektrogeräten und Möbeln eingerichtet. Über jedem Tisch werden große Lampen, die außen schwarz und innen vergoldet sind, für ein stimmungsvolles indirektes Licht sorgen.

Das „Lässig“-Restaurant wird von mehreren Unternehmen betrieben. Neben Joachim Latsch, der auch am gleichnamigen Restaurant in Stuttgart beteiligt ist, gehören der Roscher und der Klein Süstedter Bauckhof, die Bohlsener Mühle, Löwe Naturmöbel und der Bio-Großverbraucher-Service Nabuko der Pacht-Gemeinschaft an. Diese Betriebe, allesamt Mitglieder im Ökoregio-Verein, beliefern das Restaurant mit Lebensmitteln und frischen Produkten beziehungsweise Möbeln.

Im Mai dieses Jahres haben die Beteiligten die Räume von der Deutschen Bahn gepachtet und anschließend Pläne zur Sanierung erarbeitet. Im vergangenen Jahr war das Hundertwass-er-Restaurant unter dem Namen „Arte“ geschlossen worden.

Von Diane Baatani

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