Unfallkommission empfiehlt Kreisverkehr am Esterholzer Kreuz

L 270: Gefahr trotz Blitzer

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An der Straßenecke rechts soll künftig eine Hecke den Autofahrern die Sicht nehmen – und diese somit zum Stopp zwingen.

Uelzen/Landkreis. Auch drei Jahre nach dem Aufbau von Blitzgeräten gilt das Esterholzer Kreuz noch als Unfallschwerpunkt. Bis 2010 gab es dort oft Zusammenstöße, bei denen Menschen schwer verletzt wurden.

Seit Installation der Messgeräte halten sich Autofahrer auf der Landesstraße 270 aus Bad Bodenteich und aus Uelzen zwar meist an Tempo 70 – aber da viele Autofahrer aus Wrestedt und auch aus Lehmke die Stoppschilder missachten, häufen sich dennoch Unfälle mit Leichtverletzten. Das berichtet Andreas Dobslaw, Geschäftsführer der Unfallkommission.

Das Gremium sieht nur noch ein letztes Hilfsmittel: „Die Unfallkommission hat dem Land empfohlen, einen Kreisverkehrsplatz zu bauen“, sagt Dobslaw. „Wir haben alles probiert.“ Dass es bei acht Unfällen in den vergangenen drei Jahren an der Stelle neun Leichtverletzte und keine schweren Verletzungen gab, führt er auf die Blitzer zurück. Um dennoch Schlimmeres im Vorfeld zu vermeiden, sollen als erste weitere Schutzmaßnahme an einer Straßenecke Hecken gepflanzt werden, um Autofahrern aus Stadensen die Sicht Richtung Bad Bodenteich zu nehmen und sie zum Anhalten zu zwingen. Eine Ampelanlage hätte keinen Erfolg, erklärt Dobslaw, da diese nachts ebenfalls bei Rot überfahren würde.

Auch in Jelmstorf ist durch den neuen Blitzer das Unfallproblem nicht komplett gelöst, stellte die Unfallkommission fest. Zwar hätten Autofahrer die Geschwindigkeit im Ort reduziert und somit sei das Ziel erreicht. Wegen der Tankstelle, zu der Autofahrer auch spontan abbiegen, bestehe dort aber weiterhin ein Problem. Vor Ort soll es deshalb Gespräche mit allen Beteiligten geben. Eine Idee der Kommission ist, auf Schildern rechtzeitig darauf hinzuweisen, dass sie kurz hinter dem Ortsschild besonders aufmerksam sein müssen.

Von Diane Baatani

Einen weiteren Artikel zum Thema lesen Sie am Wochenende in der AZ.

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