Kinder besuchten junge Schleiereulen in Rohrstorf

Kuscheln mit den Jägern der Nacht

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Seltene Begegnung: Lea schmiegt sich ganz dicht an eine junge Schleiereule. Himberger Grundschüler durften gestern Vormittag in Rohrstorf den Nachtvögeln ganz nah sein.

ib Rohrstorf/Landkreis. „Nicht kraulen! Nur glatt drüber streicheln!“ „Die ist ja weicher als meine Jacke. . . !“ Fasziniert waren die Kinder der Grundschule Himbergen gestern Vormittag von der Begegnung mit jungen Schleiereulen.

Waldemar Golnik

Waldemar Golnik kontrollierte den Nachwuchs der Nachtvögel, die im Rohrstorfer Trafoturm brüten, und ließ die Mädchen und Jungen mit den Tieren auf Tuchfühlung gehen. Das Schleiereulen-Brutjahr im Kreis Uelzen sei ein gutes gewesen, bilanziert Golnik. Dabei hatte der Eulen-Experte des NABU zunächst mit dem Schlimmsten gerechnet. Denn die ersten Bruten des Jahres fielen mager aus. Viele Jungtiere bekamen nicht genügend Futter, weil ganze Mäusepopulationen – das Hauptnahrungsmittel der Schleiereulen – durch die starken Regenfälle des Frühsommers in ihren Gängen ertrunken waren. „Manche Eulen“, weiß Golnik, „fressen in solch schlechten Zeiten ihre Jungen auf.“ So geschah es auch dieses Jahr.

Doch das Blatt wendete sich: Die späteren Bruten des Jahres hatten Erfolg. „Was mit einem Anstieg der Mäusepopulation zu tun hat“, erklärt Golnik. Insgesamt konnte er in insgesamt 95 Bruten 399 junge Schleiereulen beringen. „Trotz der teilweise widrigen Umstände können wir insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden sein“, sagt er.

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