Vorsitzende hat Interesse am Schauspielhaus / Schamuhns Freunde verweisen auf jahrelange Passivität

Kulturkreis überrascht Förderverein

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Reinhard Schamuhns Tochter Anette hat es bei der Abschiedsfeier angesprochen: Sie hofft, dass das Schauspielhaus erhalten bleibt. Der Kulturkreis hätte daran vielleicht Interesse, überlegt Ute Lange-Brachmann – ganz zur Überraschung des Trägervereins.

Uelzen. An den jahrelangen Streit zwischen Reinhard Schamuhn und der ehemaligen Kulturmanagerin Ute Lange-Brachmann sowie deren große, öffentliche Versöhnung hat Kurator Hans-Helmut Decker-Voigt bei der Abschiedsfeier für den verstorbenen Leiter des Neuen Schauspielhauses erinnert.

Nun kündigt die Vorsitzende des Kulturkreises Uelzen an, mit dem Vorstand des Vereins über die Nutzung des Schauspielhauses sprechen zu wollen. Sie könne sich, wie berichtet, vorstellen, das Kleinkunst-Programm des Kulturkreises von der Kulturnhalle in Schamuhns Theater zu verlagern. Den Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Kunst und Kultur im Kreativen Speicher, Dr. Dieter Fuchs, überrascht dieses Interesse jedoch.

„Die Kulturmanagerin der Stadt Uelzen hat sich in ihrer gesamten Zeit ihrer aktiven Tätigkeit dort nicht blicken lassen“, sagt Fuchs nachdenklich. Aus dem Grund könne er sich nicht gleich vorstellen, dass der Verein um Ute Lange-Brachmann sich bei dem Lebenswerk von Schamuhn aktiv einbringe. Mitte August werde Fuchs nach Uelzen reisen und über die Zukunft des Schauspielhauses und des Trägervereins beraten. Verschiedene Leute würden sich dafür interessieren. Offiziell habe er von Lange-Brachmanns Ideen nichts gehört, betont er.

Von Diane Baatani

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