Rat der Gemeinde Suderburg verabschiedet Benutzungsordnung für Freitzeitanlage

Künftig kein Chaos am Hardausee?

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Der Hardausee in der Gemeinde Suderburg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Immer wieder gab es dort jedoch Probleme mit liegen gelassenem Unrat.

Suderburg. Laute Musikanlagen, Müll und Glasscherben am Sandstrand – scharenweise hinterließen im vergangenen Jahr die Himmelfahrt-Ausflügler Flaschen und Abfall am Ufer des Hardausees. Dem möchte die Gemeinde Suderburg einen Riegel vorschieben.

Auf seiner jüngsten Sitzung im Gasthaus Müller hat der Rat der Gemeinde jetzt eine entsprechende Benutzungsordung verabschiedet.

„Wir alle können uns noch gut an die Auswüchse am Himmelfahrtstag erinnern“, sagt Bürgermeister Hans-Hermann Hoff. Mit der nun beschlossenen Benutzungsordnung für die Freizeit- und Erholungsanlage solle künftig das Verhalten auf der beliebten Anlage geregelt werden. Allein für die Beauftragung des Bauhofes mit der Reinigung des gesamten Geländes entstanden der Gemeinde erhebliche Kosten. Auch die Kioskbetreiberin Ute Düver hatte in der Vergangenheit regelmäßig einen beträchtlichen Mehraufwand. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste sind jedes Mal an Himmelfahrt gefordert.

Nach der Benutzungsordnung erfolgt der Aufenthalt in der Freizeit- und Erholungsanlage auf eigene Gefahr. Das gilt insbesondere für das Baden, das Betreten der Wehranlage sowie dem Betreten von Eisflächen. Jeder Benutzer müsse sich laut Benutzungsordnung in eigener Verantwortung über die Land- und Wasserverhältnisse informieren. Besonders für den frei zugänglichen Badebereich greift dieser Hinweis künftig. Eine Badeaufsicht gibt es nicht. Zudem haftet die Gemeinde Suderburg grundsätzlich nicht für Schäden, die sich aus der Benutzung der Anlage ergeben. Für den Verlust und die Beschädigung von Kleidungsstücken, Geld, Wertsachen und Fundgegenständen lehne die Gemeinde jegliche Haftung ab, erklärt Gemeindedirektor Friedhelm Schulz. Das Grillen, Zelten sowie offenes Feuer seien verboten. Die Benutzungsordnung ist für alle Besucher des Geländes verbindlich.

Derzeit arbeite die Gemeinde an einem mit der beschlossenen Benutzungsordnung verbundenen „Handlungskonzept“ , sagt Bürgermeister Hoff. So soll in diesem Jahr vermieden werden, dass alkoholische Getränke und laute Musikanlagen mitgebracht werden. Geregelt werden soll dies mit Hilfe von Zugangskontrollen. Fest steht bereits, dass die Polizei im Bereich Suderburg, Hösseringen und Räber verstärkt Präsenz zeigen werde.

Die ausführliche Benutzungsordnung kann im Internet unter www.suderburg.de in der Rubrik Ortsrecht eingesehen werden.

Von Melanie Jepsen

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