2000 Gas- und Stromkunden betroffen

SVO kündigt Teldafax - 2000 Kunden betroffen

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Am Dienstag hatte Teldafax Insolvenz angemeldet, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Insolvenzverschleppung.

Uelzen. Die SVO Energie hat dem insolventen Energielieferanten Teldafax zum 16. Juni die Netznutzung gekündigt. Damit kann der Energie-Discounter seine hiesigen Kunden nicht mehr mit Strom und Gas beliefern. Betroffen sind laut SVO rund 2000 Teldafax-Kunden.

Auch zahlreiche andere Netzbetreiber haben sich nach Zahlungsversäumnissen des Troisdorfer Billiganbieters zu diesem Schritt entschlossen. Die betroffenen Kunden werden aber nicht von der Strom- und Gasversorgung abgeschnitten: Der Gesetzgeber sieht in einem solchen Fall vor, dass die jeweiligen Grundversorger einspringen – in Stadt und Kreis Uelzen sind das die Stadtwerke und die SVO.

„Wichtig ist für die Betroffenenen, dass sie sich schon jetzt die Zählerstände notieren“, erklärt SVO-Sprecher Ralf Horst. „Wir werden alle Kunden umgehend anschreiben und ihnen Angebote für günstigere Tarife unterbreiten“, so Horst. Denn die Teldafax-Bezieher rutschten zunächst automatisch in den teuren Grundtarif. Wer bei Teldafax seine Abschläge monatlich bezahlt hat, kommt somit einigermaßen unbeschadet aus der Pleite seines Anbieters.

 Wer allerdings auf ein Jahr im Voraus für Strom und Gas gezahlt hat, kann dieses Geld womöglich als Verlust buchen, wenn er nicht mehr von dem Billiganbieter beliefert wird. Den Ruf der gesamten Branche sieht die SVO derweil durch die bislang größte Pleite eines Energieanbieters nicht beschädigt: „Aber es ist sicher ein Schaden für das Ansehen der Energie-Discounter“, so Horst.

Von Thomas Mitzlaff

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