Aus für das Krings-Werk

Die Schließung ist beschlossene Sache: Ende Februar läuft bei Krings die letzte Getränkepackung vom Band.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Uelzen: Der Fruchtsafthersteller Refresco schließt sein unter dem Namen Krings bekanntes Werk im Industriegebiet an der Ludwig-Erhard-Straße. Ende Februar soll die letzte Fruchtsaft-Packung vom Band rollen, dann werden die Maschinen abgebaut. 45 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Das Uelzener Werk, in dem jährlich rund 60 Millionen Liter Fruchtsäfte abgepackt werden, ist das kleinste der vier Refresco-Standorte in Deutschland. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben europäischer Marktführer in der Produktion von Fruchtsäften für den Einzelhandel ist, begründet die Werksschließung unter anderem mit dem Standortnachteil Uelzens. „Hier haben wir einfach nicht die Absatzzahlen wie in Ballungsgebieten und die langen Transportwege lohnen sich nicht angesichts der damit verbundenen Logistikkosten“, sagt Markus Bretschneider, Geschäftsführer der Refresco Deutschland GmbH.

Uelzen habe im deutschlandinternen Vergleich den kleinsten Maschinenpark und daher den geringsten Output. Zudem habe das Werk zusätzlich für die Benelux-Standorte gearbeitet, die aber inzwischen dank moderner Maschinen selbst produzieren können. Ein weiterer Grund für die Stilllegung sei eine sinkende Nachfrage am Markt nach stillen Getränken, auf deren Abfüllung das Uelzener Werk spezialisiert ist. Auch die immer stärker nachgefragte PET-Abfüllung sei in Uelzen nicht möglich.

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