Stadt befürwortet Umbau, doch Straßenbaubehörde sieht keinen Handlungsbedarf

Kreisverkehr am Ostring-Knotenpunkt bleibt ein Wunsch

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Aus Sicht der Straßenbaubehörde und der Unfallkommission gibt es zurzeit keine Notwendigkeit für eine Umgestaltung der Ostring-Kreuzung zu einem Kreisverkehr.

Uelzen. Seit vielen Jahren ist er ein Wunsch der Uelzener und der Stadtverwaltung, und offensichtlich wird er das auch noch weitere Jahre bleiben: ein Kreisverkehr am Knotenpunkt Groß Liederner Straße/Ostring/Bundesstraße 71.

Zuletzt hatten Bürger das Begehren nach einer solchen Umgestaltung Ende vergangenen Jahres im Rahmen der sogenannten „Wunschbaum-Aktion“ an die Stadt herangetragen. Inzwischen zum vierten Mal.

Es liege auch im großen Interesse der Stadt, dort einen Kreisel zu bauen, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger. Man habe genau das auch schon mehrfach gegenüber der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg deutlich gemacht. Doch dort sehe man derzeit keine Notwendigkeit für einen Umbau des Knotenpunkts, bestätigt Behördenleiter Dirk Möller auf AZ-Nachfrage. Früher sei dort in der Tat eine Unfallhäufungsstelle gewesen, sagt er, das habe sich aber erledigt. Auf Probleme mit der „Leistungsfähigkeit“ an der Kreuzung gebe es keinerlei Hinweise. Auch die Unfallkommission des Landkreises hatte, wie berichtet, vor geraumer Zeit festgestellt, dass die Kreuzung entschärft sei. Entsprechende Änderungen bei der Fahrbahnmarkierung hätten dazu beigetragen.

Die Stadt Uelzen jedoch bleibt dabei: Mit einem Kreisel könnten die Verkehrsströme an diesem – einem der verkehrsreichsten Knoten im Stadtgebiet – aus allen Richtungen flüssiger geführt werden, erklärt Ute Krüger auf AZ-Nachfrage. Stauungen würden vermieden, außerdem könne man dann aus allen Richtungen in alle Richtungen fahren – zurzeit sei dies nicht möglich. „Bei Ampelausfall an der Kreuzung“, so Krüger, „besteht im Moment die Gefahr eines Unfallschwerpunkts, da in diesem Fall eine sichere und reibungslose Verkehrsführung nicht gegeben ist.“

Die Vielspurigkeit der angrenzenden Straßen könnte zurückgebaut werden und stattdessen mehr Grünfläche entstehen. Auch die Bepflanzung der Kreisel-Innenfläche wäre an dieser Stelle eine Bereicherung. Krüger: „Eine neue stadtgestalterische Eingangssituation würde anstelle einer überdimensionierten Verkehrsfläche entstehen. Es würde der markanteste Kreisel im Stadtgebiet. Platz ist genug vorhanden.“

Vor einigen Jahren hatte die Stadt bereits Vorplanungen für den Bau eines Kreisverkehrs an dieser Stelle angestellt, „um bei der Landesbehörde die Bereitschaft für einen Bau zu erhöhen“, erläutert die Sprecherin. Doch dort wird die Notwendigkeit eines Umbaus nach wie vor nicht gesehen.

Von Ines Bräutigam

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