Die Verbindung zwischen Marktcenter und City: Stadt Uelzen legt Politik sieben Varianten als Diskussionsgrundlage vor

Kreisel, Ovale und scharfe Kurven

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Uelzen. Sieben Varianten hat die Stadt Uelzen bislang für eine Verbindung zwischen dem neuen Marktcenter am Veerßer Tor und der Innenstadt erarbeitet – und noch längst sind nicht alle Anregungen und Verbesserungsvorschläge in die Entwürfe eingearbeitet.

Wegen der Vielzahl an Baustellen im Stadtgebiet inmitten der Sommer- und damit Urlaubszeit kommt die Verwaltung kaum noch hinterher. Umso beachtlicher, was bislang als Diskussionsgrundlage für die Politik erarbeitet wurde, lobten auch die Mitglieder der SPD-Fraktion in ihrer Sitzung am Dienstagabend.

Bernd Behn, Fachbereichsleiter Straßen und Verkehr bei der Stadt Uelzen, betonte, dass es sich bei den Entwürfen um rein straßenbauliche Lösungsvorschläge handele. „Ganz wichtig“, betonte Behn, „ist, dass die Anbindung auch bei den Menschen stattfindet.“ Praktisch wie auch emotional also wird sich die Verbindung, über deren Gestaltung derzeit beraten wird, zwischen zwei Polen befinden: dem neu entstehenden Kreisverkehr an der Einmündung Veerßer Straße in die B 71 und dem Uelzener Rathaus mit seinem Herzogenplatz.

Im Schritt-für-Schritt-Verfahren hat die Verwaltung versucht, einer optimalen Lösung immer näher zu kommen. Angefangen hatte es mit einer Ergänzung des neuen Kreisels durch ein Band aus rotem Klinker in Richtung Innenstadt (Variante 1), so Behn. Dieser Entwurf sei in seiner Form einfach und könnte auch mit dem Budget von 170 000 Euro, das der Marktcenter-Investor HBB zur Verfügung stellt, umgesetzt werden.

Aus diesem Entwurf weiterentwickelt wurden die folgenden Varianten: Nummer 2 mit einem weiteren Kreisverkehr zwischen Sparkasse und Kreishaus, Variante 3 mit zwei Kreiseln, zwischen denen die Fußgänger die Straße überqueren könnten, oder Variante 4, bei der aus den beiden Kreiseln ein Oval mit Platz für Parkplätze in der Mitte entstünde. Hohe Priorität hat im Entwurf Nummer 5 der Fußgänger: hier wurde deren direkter Weg in die Stadt skizziert. Der Haken bei den Varianten 2 bis 5: Sie würden Kosten „jenseits der 400 000 Euro“ verursachen, schätzte Bernd Behn grob. Anders bei Variante 6: Hier wurde zugunsten der Fußgänger und der Kosten die Dieterichsstraße verlegt – der Aufwand wäre etwas geringer als in den Varianten 2 bis 5, aber der Entwurf wäre immer noch teurer als 170 000 Euro. Variante 7 stellt eine weitere Optimierung des Entwurfs Nummer 6 dar: Fußgänger fänden hier einen Weg von etwa acht Metern Breite vor.

SPD-Ratsherr Herwig Maaß schlug darüberhinaus eine Option vor, in der sich die Fußgängerverbindung in Richtung Herzogenplatz/Schuhstraße orientiert. Und nicht zuletzt machten sich die Sozialdemokraten für einen Fußweg vom Marktcenter, an der Rückseite des Kreishauses vorbei und entlang der Ilmenau bis zum Herzogenplatz stark.

Von Ines Bräutigam

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