Blume möchte Argumente zum Agentur-Erhalt vorbringen / Sondersitzung geplant

Kreis will angehört werden

Warum wird die Agentur für Arbeit Uelzen 2012 mit Lüneburg zusammengelegt? Das möchte Uelzens Erster Kreisrat Heiko Blume jetzt vom Vorsitzenden der Bundesagentur wissen. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Für die Arbeitsagentur Uelzen brechen neue Zeiten an. Im nächsten Jahr wird sie mit der Agentur Lüneburg zusammenlegt (AZ berichtete). Doch die Frage, wo der. Hauptsitz des neuen Gebildes sein wird, ist noch nicht geklärt.

Dazu hat jetzt Uelzens Erster Kreisrat Heiko Blume, zugleich Mitglied des Verwaltungsausschusses der Agentur Uelzen, einen Brief an den Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, geschrieben. Darin bittet Blume darum, dass der Landkreis zum Standort des künftigen Hauptsitzes der Agentur Lüneburg-Uelzen gehört wird.

Die Entscheidung der Bundeszentrale in Nürnberg sieht – entgegen den ursprünglichen Plänen – auch die Eingliederung des Kreises Harburg in den neuen Agenturbezirk vor. Das habe den Kreis Uelzen überrascht, erklärt Blume in dem Brief an Weise. Das Schreiben hat er in Kopie unter anderem auch an die heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte und Kirsten Lühmann, den Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer, Bürgermeister Otto Lukat und Uelzens Agenturchefin Kerstin Kuechler-Kakoschke geschickt.

„Eine formelle Anhörung der betroffenen Landkreise hat durch die Bundesagentur für Arbeit nicht stattgefunden“, zeigt sich Blume enttäuscht. Dennoch haben sich die Gremien des Kreises Uelzen intensiv mit der Frage des Zuschnitts der Arbeitsagentur auseinandergesetzt. In einer Anfang August verschickten Resolution an die Bundesagentur machten sie sich für den Erhalt des Standortes Uelzen stark.

Daher bittet Blume nun den Vorstandschef der Bundesagentur, ihm die Begründung für die geplante Agentur-Fusion mitzuteilen. „Es ist von Interesse für den Landkreis, zu erfahren, wie sich die Bundesagentur mit den in der Resolution vorgetragenen Argumenten auseinandergesetzt hat“, schreibt Blume.

Zugleich weist der Erste Kreisrat darauf hin, dass die Gremien des Kreises Uelzen keine Möglichkeiten gehabt hätten, zu der nun geplanten Fusion Stellung zu nehmen. Der geplante Einschluss von Harburg sei nämlich „nicht Gegenstand der Überlegungen im Vorfeld der nun gefundenen Lösung“ gewesen, so Blume.

Der Kreis Uelzen gehe davon aus, „dass er zumindest zu der Frage des Hauptsitzes der künftigen Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen angehört werden wird“, schreibt Blume. Für die Verwaltungsausschüsse der betroffenen Agenturen „dürfte dies selbstverständlich sein“.

Genau über dieses Thema wird der Verwaltungsausschuss (VA) der Agentur Uelzen am Donnerstag, 13. Oktober, auf einer Sondersitzung beraten. Diese hat Blume „aus wichtigem Grund“ beim hiesigen VA-Vorsitzenden Martin Schwickrath beantragt. „Die Frage des Hauptsitzes der neuen Agentur für Arbeit hat gerade vor dem Hintergrund des Umstandes, dass mit dem Landkreis Harburg das Geschäftsgebiet der neuen Agentur für Arbeit noch städtischer und Hamburg-lastiger‘ wird, eine besondere Bedeutung“, begründet Blume die Notwendigkeit der Sondersitzung. Er hält es für wichtig, dass sich der VA der Agentur Uelzen zur Frage des künftigen Hauptsitzes äußert. Die Entscheidung des Bundesagentur solle noch im Oktober fallen. „Die Angelegenheit ist also eilbedürftig“, meint Blume.

Von Bernd Schossadowski

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