34 Millionen für Schulen

Kreis Uelzen muss gewaltige Summen in Gebäude und Turnhallen investieren

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Die KGS-Turnhalle an der Kleins Bünstorfer Straße sollte laut Gebäudemanagement durch einen Neubau ersetzt werden.

Uelzen/Landkreis. Millionenausgaben für die Sanierung von Schulen und Turnhallen werden über Jahrzehnte hinweg den Haushalt des Landkreises belasten. Dies wurde jetzt auf der Sitzung des Kreisschulausschusses deutlich.

Rund 34 Millionen Euro wird der Kreis laut Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Danneberg für die Baumaßnahmen mindestens investieren müssen.

Allein für die Sanierung der Turnhallen rechne man mit Ausgaben von rund 20 Millionen Euro, berichtete Eckhardt Meier, Technischer Leiter des Gebäudemanagements, dem Gremium. Dabei sei bei manchen Hallen ein Neubau wirtschaftlicher als eine Sanierung. So sollten die Turnhalle der Kooperativen Gesamtschule Bevensen an der Kleinsbünstorfer Straße und die Halle am Emsberg in Uelzen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. „Die KGS-Halle ist in einem gruseligen Zustand“, so Meier. An einem Abriss gehe nichts vorbei. Ein Neubau würde nach ersten groben Schätzungen mit 2,95 Millionen Euro zu Buche schlagen. Der Abriss etwa 375 000 Euro kosten. Eine Sanierung wäre ungleich teurer, weil die Halle komplett entkernt werden müsste.

„Die Größenordnung ist mächtig, wenn wir keinen Investitionsstau schaffen wollen, müssen wir handeln“, sagt Jürgen Peter Hallier (SPD). Über die nächsten Jahre sei es sicherlich notwendig, allein für die Sanierung der Turnhallen zwei Millionen Euro pro Jahr vorzusehen. Alles hänge von der Haushaltslage ab, erklärt Jörg Hillmer (CDU). „Die kommenden Haushalte werden von Turnhallensanierungen geprägt“, folgert er.

Neben den 20 Millionen Euro, die für die Turnhallen fließen, werden auch 13,36 Millionen Euro in die Sanierung der Gebäude der Berufsbildenden Schulen I an der Scharnhorststraße in Uelzen investiert. Hier hoffen Politik und Gebäudemanagement auf eine 80-Prozent-Förderung vom Bund.

Von Ines Bräutigam

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