Umweltamt sind keine Verstöße bei der Lagerung von Dünger bekannt

Kreis: Trockenkot abgedeckt

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Gegenwärtig soll es solche Bilder im Landkreis nicht geben: Alle dem Umweltamt bekannten Mieten von Trockenkot seien ordnungsgemäß abgedeckt, heißt es auf Nachfrage.

nre Uelzen/Landkreis. Dem Umweltamt des Landkreises Uelzen sind keine Verstöße bezüglich fehlender Abdeckungen bei zwischengelagertem Hühnertrockenkot (HTK) bekannt. Das teilte die Kreis-Sprecherin Dr. Julia Baumgarten auf AZ-Nachfrage mit.

Alle Amt bekannten Lagerstätten seien ordnungsgemäß abgedeckt, erklärte die Kreissprecherin.

Wie berichtet, hatte sich in der vergangenen Woche eine Diskussion um eine Erlaubnis zur Lagerung von Hühnerkot im Wasserschutzgebiet im Bereich des Ebstorfer Wasserwerkes Bahn gebrochen. Nach einer mittlerweile vom Kreistag genehmigten Verordnung ist es für Landwirte möglich, im Frühjahr, im Zeitraum vom 1. Februar bis 15. Mai, bis zu sechs Wochen an Feldern im Schutzgebiet Trockenkot zu lagern, bevor er auf die Felder als Düngung ausgebracht wird.

An dieser Regelung nahm vor allem die Kreisgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Anstoß. Durch Regen könnten Krankheitserreger aus dem Trockenkot, in dem auch Kadaverteile von Küken zu finden seien, herausgewaschen werden, erklärte Karl-Heinz Köhler, Vorsitzender der NABU-Kreisgruppe. Während der Kreistagssitzung hatten auch die Grünen-Politiker Dr. Birgit Janßen und Martin Feller auf das Risiko aufmerksam gemacht. Befürworter der Regelungen hielten ihnen und Köhler entgegen, dass Krankheitskeime nicht in das Grundwasser gelangen könnten, weil die Trockenkot-Mieten abgedeckt werden müssten.

Nach Ansicht von Dr. Birgit Janßen stellt sich jedoch die Frage, ob dieser Verpflichtung auch immer nachgekommen wird. Sie warf bei der Kreistagssitzung Fragen in den Raum: „Wer begutachtet, ob die Mieten korrekt abgedeckt sind? Und: „Wer überprüft, wie lange eine Miete tatsächlich liege, bevor sie verarbeitet werden?“

Es würden Kontrollen erfolgen, erläutert der Landkreis, wenn eine unzulässige Lagerung bekannt geworden sei. Dafür zuständig sei die Landschaftswartin des Umweltamtes. Das Umweltamt weist zudem noch einmal darauf hin, dass erst nach einer Genehmigung des Landkreises Uelzens im Ebstorfer Wasserschutzgebiet Trockenkot gelagert werden dürfte. Die Auflagen seien zudem strenger. So dürfte im Wasserschutzgebiet nur sechs Wochen lang Geflügelkot abgelegt werden, in nicht geschützten Gebieten dürfe der Dünger bis zu sechs Monate abgelegt werden.

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