Schnelles Internet: Uelzener von „Ausbremsen“ des Bundes unbeeindruckt

Kreis nimmt’s in die Hand

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Uelzen/Hannover. Kürzlich schlug die Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Daniela Behrens (SPD), Alarm: „Die Bundesregierung will den Ausbau eines leistungsstarken Breitbandnetzes offenbar nicht fördern, sondern bremsen."

Hintergrund war, dass das Bundeswirtschaftsministerium eine anberaumte Sitzung eines Bund/Länder-Koordinierungskreises mit einer aus ihrer Sicht „fadenscheinigen Begründung“ abgesagt hatte. In der Sitzung sollte es auch um den Breitbandausbau gehen.

Ein Umstand, der auch im Landkreis Uelzen aufhorchen lässt, zumal sich hier derzeit massiv um eine Verbesserung der Versorgung mit schnellem Internet bemüht wird (die AZ berichtete). „Der Landkreis Uelzen ist zurzeit noch unterversorgt mit schnellem Internet. Es wäre nicht nachvollziehbar, sollte der Bund die Notwendigkeit der Unterstützung zur Erreichung seiner eigenen Breitbandziele nicht sehen“, sagt Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume dazu.

Das Land Niedersachsen habe die Problematik schon vor Jahren erkannt und entsprechende Förderprogramme aufgelegt, so Blume. „Die derzeitigen Bemühungen des Landkreises Uelzen für eine bessere Breitbandversorgung laufen in jedem Fall wie geplant weiter, da entsprechende Programme wie die für uns wichtige Bundesrahmenregelung „Leerrohr“ nicht auf Bundesmitteln basieren“, betont er.

Von Ines Bräutigam

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