Quartiere für mindestens 183 weitere Personen sind nötig / Kostenerstattung des Landes reicht nicht

Kreis Uelzen erwartet mehr Asylbewerber

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Eine große Zahl an Asylsuchenden meldet sich bei den Behörden – nicht nur im Landkreis Uelzen, sondern bundesweit.

Uelzen/Landkreis. Sie kommen aus Bürgerkriegsländern, aber auch aus Osteuropa und vom Balkan: Der Kreis Uelzen verzeichnet stetig steigende Asylbewerberzahlen. „Zurzeit erhalten 335 Asylbewerber Leistungen von uns.

Nach der aktuellen Quote des Landes müssen wir noch 183 weitere Personen aufnehmen“, sagt Norbert Pern, Teamleiter Asyl beim Kreis-Sozialamt, auf AZ-Anfrage.

Die meisten Asylsuchenden, die der Landkreis seit dem 1. Januar 2013 aufgenommen hat, kommen aus Syrien (93), gefolgt von Afghanistan (44), Serbien (33), Russland (28) und Mazedonien (17). Für jeden erhält der Kreis einen pauschalen Erstattungssatz von 5932 Euro vom Land. Davon sind alle Leistungen zu finanzieren: Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung und vieles mehr.

„Die Pauschale reicht aber nicht aus. Unsere tatsächlichen Kosten liegen etwa bei 9000 Euro pro Asylbewerber“, schildert Pern. Das führt zu Mehrausgaben des Landkreises. So sind im aktuellen Haushalt 2,4 Millionen Euro für Asylbewerberleistungen angesetzt. „Diese Summe wird aber wohl um 300 000 Euro aufgestockt werden müssen“, meint Sozialdezernent Lothar Heinisch. Bereits im vorigen Jahr musste der Ansatz von 1,1 Millionen Euro per Nachtrags-Etat auf 1,7 Millionen Euro erhöht werden.

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Von Bernd Schossadowski und Norman Reuter

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