IT-Verbund Uelzen wird umfassend modernisiert / Konkreter Nutzen für Bürger

Kraftakt für die Software

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Bis Ende 2014 soll die Modernisierung des IT-Verbundes Uelzen abgeschlossen sein. Dieses Ziel hat Andreas Hense, Leiter der 2010 gegründeten kommunalen Anstalt. Diese erbringt für viele öffentliche Verwaltungen im Landkreis IT-Dienstleistungen.

Uelzen/Landkreis. „Für uns ist das ein Kraftakt“, sagt Andreas Hense, Leiter des IT-Verbundes Uelzen. Damit meint er aber nicht den Umzug der kommunalen Anstalt vor einem Jahr in die neuen Räume an der Uelzener Taubenstraße.

Vielmehr spricht Hense über die Modernisierung des IT-Verbundes, die derzeit auf Hochtouren läuft. Bis Ende 2014 soll die 30 Mitarbeiter zählende kommunale Anstalt diesen dringend notwendigen Prozess abgeschlossen haben, so lautet das Ziel.

Davon werden letztlich die Verwaltungen im Landkreis Uelzen profitieren. Denn mit Ausnahme der Samtgemeinde Rosche erbringt der Verbund für alle Städte und Samtgemeinden sowie für die Gemeinde Bienenbüttel sämtliche IT-Dienstleistungen.

Die Ziele der Modernisierung sind unter anderem, Systemausfälle zu minimieren, die Datensicherheit zu erhöhen und die Technologie zu modernisieren. Was so abstrakt klingt, hat für die Menschen praktischen Nutzen. Als Beispiel nennt Hense das Bürgerbüro im Uelzener Rathaus. „Wenn man dort einen Personalausweis beantragt, ist der Sachbearbeiter darauf angewiesen, dass die Technik hundertprozentig funktioniert.“ Das sei zum Teil aber nicht der Fall, bedauert der IT-Chef. „Mit der neuen System-Architektur wären wir in der Lage, einen wesentlich stabileren Betrieb zu ermöglichen, damit Ausfälle dort nicht mehr passieren.“

Zudem wolle der IT-Verbund mit dem Einsatz neuer Software die Voraussetzung für moderne Arbeitsvorgänge in den Verwaltungen schaffen. Aktenarbeit, die bislang per Hand erfolgt, soll künftig auf elektronischem Weg umgesetzt werden. „Das beschleunigt die Bearbeitung von Aufgaben in den Verwaltungen“, erläutert Hense.

Seit der Gründung im Oktober 2010 hat sich die Datensicherheit des IT-Verbundes schon deutlich erhöht. So wurde parallel zum bestehenden Betrieb ein zweites Rechenzentrum in Uelzen aufgebaut – „und zwar ohne Datenverlust“, so Hense. Diese Doppelstruktur habe sich in der Praxis bereits bewährt. „2013 gab es in Uelzen einen Stromausfall, aber wir haben nicht darunter gelitten.“

Doch bis zum Abschluss der Modernierung ist noch einiges zu tun. So hat die kommunale Anstalt im Dezember 2013 von einer Consulting-Firma ein vergleichendes Gutachten erstellen lassen. Das Ergebnis: Der IT-Verbund hat bereits 77 Prozent der Qualität eines idealen Referenz-Rechenzentrums, das freilich nur auf dem Papier existiert, erreicht. 100 Prozent strebe man jedoch nicht an, das wäre aus Kostengründen gar nicht zu vertreten, erklärt Hense. „Aber wir wollen schon über die 80 Prozent kommen. Deshalb haben wir 2014 noch ein Mammutprojekt vor uns.“

Von Bernd Schossadowski

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