Planer verkalkulieren sich / Ausbau liegt auf Eis

Kostenexplosion bei Westerweyher Ganztagsschule

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Um zwei Klassenräume und eine Mensa soll die Westerweyher Schule erweitert werden – wann, ist jetzt völlig unklar.

Uelzen-Westerweyhe. Schlechte Nachrichten für die Grundschule Westerweyhe: Der geplante Anbau von zwei Klassenräumen und einer Mensa wird sich deutlich verzögern – ob tatsächlich zum 1. Februar 2017 ein Ganztagsbetrieb gestartet werden kann, ist jetzt fraglich.

Grund ist eine Kostenexplosion bei den Planungen: Das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg hatte für die Anbauten 779  000 Euro kalkuliert, die jetzt vorliegenden Ausschreibungsergebnisse für das Projekt weisen aber rund 250 000 Euro Mehrkosten aus. Somit würde die Millionenschwelle überschritten. Wahrscheinlich muss das Verfahren jetzt neu aufgerollt werden und durch alle politischen Instanzen laufen – das kann aber erst nach der Sommerpause geschehen. Und dann kommt im September noch die Kommunalwahl dazwischen, bei der die politischen Gremien neu zusammengesetzt werden.

Ursprünglich sollten die Anbauten am 1. Februar 2017 fertiggestellt sein. Dieser Termin ist nicht mehr zu halten und auch eine Einweihung zum Schuljahresbeginn 2017/2018 ist nach AZ-Informationen stark gefährdet. Die Stadt will aber versuchen, den Ganztagsbetrieb dennoch im Februar 2017 aufzunehmen. Vorschläge dazu werden aber erst nach der Sommerpause im August diskutiert.

Doch wie konnte das Gebäudemanagement bei der Kostenkalkulation so daneben liegen? Man habe die Zahlen basierend auf einem deutschlandweit geltenden Baukosten-Preisindex errechnet, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Nun werde man die Angebote analysieren. „Zudem wird geprüft, die Ausschreibung insgesamt oder in Teilen aufzuheben und die Bauvorhaben in der Konzeption so zu verändern, dass Kosten gesenkt werden können“, sagt Andre Schlothane, Leiter des neu gegründeten Eigenbetriebs.

Von Thomas Mitzlaff

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