Bahn will Ideen von Kunden

Konzern-Chef Dr. Rüdiger Grube kündigt in Uelzen neue Fahrgastinitiative an

+
Karl-Peter Naumann (r.) schenkte Bahn-Chef Rüdiger Grube einen Pendlerkalender für Bahnfahrer. Treffender Titel: „Bahnsinn!“

Uelzen. Die Bahn lädt ihre Kunden demnächst dazu ein, mit einem Ideenwettbewerb, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Das kündigte Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube am Sonnabend im Uelzener Hundertwasser-Bahnhof an.

Mehr wollte Grube zu diesem Projekt noch nicht verraten. Am Mittwoch will er es zusammen mit Alexander Dobrindt (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, bei einer Pressekonferenz in Berlin vorstellen.

Der oberste Manager der Deutschen Bahn war auf Einladung von Karl-Peter Naumann nach Uelzen gekommen. Der Hamburger Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgast-Verbandes Pro Bahn, feierte am 25. Oktober seinen 65. Geburtstag. Der Diplom-Chemiker und der Eisenbahner aus Leidenschaft gönnte sich nachträglich zu seinem Ehrentag ein Symposium zum Thema Bahn in der Uelzener Station.

Und Rüdiger Grube war ein guter Gast. Er lobte die Arbeit von Pro Bahn. „Besser vom Richtigen kritisiert als vom Falschen gelobt.“ Applaus im vollbesetzten Konferenzsaal. Der Konzernlenker ging auf den Umbau der Deutschen Bahn ein. Auch um zu unterstreichen, dass es nicht darum ginge, „die Kosten zu schrubben wie bei der Deutschen Bank“, sondern um in Qualität zu investieren. Denn: „Wir haben ein Qualitätsproblem“, sagte Grube klar heraus. Auch damit punktete er beim Auditorium. Bis 2019 investiere die DB gemeinsam mit dem Bund 28 Milliarden Euro in das Bestandsnetz. Hinzu kommen weitere Mittel in Höhe von sieben Milliarden für den Aus- und Neubau. „Solch eine Investition in die Bahn hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben.“

Zur Diskussion über die Y-Trasse wollte er sich auf AZ-Nachfrage allerdings nicht äußern. Am kommenden Donnerstag soll in Celle das Abschlussdokument des Dialogforums unterzeichnet werden. „Ich will da nicht vorgreifen.“

Von Jens Schopp

Kommentare