Für das Konzept zu Veranstaltungsstätten sollen Vereine ihre Angebote vorstellen

Kulturschaffende am Zug

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Die Politik gibt die Richtung vor, was aus dem Theater an der Ilmenau wird. Dafür will sie das Angebot des Hauses jedoch genau kennen. So sollen die Kulturschaffenden Auskunft geben.

Uelzen. Die Kulturschaffenden aus Stadt und Landkreis, die das Theater an der Ilmenau und das Schloss Holdenstedt für Veranstaltungen und Ausstellungen regelmäßig nutzen, erhalten in den kommenden Wochen aus dem Uelzener Rathaus Post – eine Einladung zu einer Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus Ende September oder Anfang Oktober.

 Eine Auskunft über die Angebote der Kulturschaffenden sowie den Zuspruch der Veranstaltung ist vom Gremium erwünscht. „Welche Veranstaltungen werden angeboten? Wie sind die Veranstaltungen ausgelastet? Welche Mindestanforderungen sind für das Kulturangebot einer Stadt in der Größenordnung Uelzens nötig?“, nennt Stadtsprecherin Ute Krüger Fragen, die vom Ausschuss in der Sitzung gestellt werden könnten.

Die beiden Veranstaltungsorte, Schloss und Theater, stehen auf dem Prüfstand, sollen – so die Formulierung der Stadt – unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu organisiert werden, so schreibe es der Zukunftsvertrag vor. Hohe Unterhaltungskosten sowie anstehende Sanierungen belasten den Haushalt der Stadt, sodass als langfristige Lösung vom Gebäudemanagement auch Varianten zu einem Neubau als Ersatz für das Theater an der Ilmenau ausgearbeitet wurden. Ein neues Konzept zu Uelzens Veranstaltungsstätten soll bis zum Frühjahr nächsten Jahres stehen. Um aber Entscheidungen treffen zu können, müsse der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus das kulturelle Geschehen besser kennen, erklärt die Vorsitzende des Gremiums, Karin Mühlenberg. „Wenn es um bauliche Maßnahmen und finanzielle Mittel geht, so müssen wir die Inhalte kennen, um abwägen zu können“, meinte sie.

Aus diesem Grund habe sich der Ausschuss bei seinen jüngsten Beratungen am Dienstag für die Sondersitzung im Herbst entschieden, bei der es um die Inhalte des kulturellen Lebens im Stadtgebiet gehen soll. Die dort zusammengetragenen Informationen seien dann die Grundlage für die anstehenden Beschlüsse.

Von Norman Reuter

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