Markt der Betriebe: Schüler des Herzog-Ernst-Gymnasiums lernen regionale Unternehmen kennen

Kontakte knüpfen für die Zukunft

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Auf dem Markt der Betriebe im Herzog-Ernst Gymnasium informierte Jonas Giese die Zehntklässlerinnen Abigail Einhorn (von li.), Jennifer Ploog und Lisa Hillmer über ihre Karrierechancen bei der Steuerverwaltung Niedersachsen.

Uelzen. Auf den Gängen im Erdgeschoss des Herzog-Ernst-Gymnasiums ist am späten Nachmittag nicht viel los. Vorgestern aber tummelten sich dort Lehrer, Schüler mit ihren Eltern und Vertreter verschiedener Betriebe aus der Region.

Sie waren zum Markt der Betriebe gekommen, der Neunt- und Zehntklässler über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert hat.

Der Markt der Betriebe ist auch immer ein Wiedersehen mit ehemaligen Schülern, die jetzt für das eine oder andere Unternehmen arbeiten und von ihren Erfahrungen berichten. Unter anderem waren die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg, die Stadtwerke, Uelzena, das Autohaus Wolter, das DRK, der Mölders-Baumarkt und die Steuerverwaltung Niedersachsen mit Infomaterial und kleinen Präsenten vor Ort. Parallel fanden Fachvorträge über Firmen, eine ordentliche Bewerbung und das richtige Verhalten im Berufsleben statt.

Drei Freundinnen aus der zehnten Klasse kamen mit ihren Laufzetteln an den Stand des Finanzamtes Uelzen, das zur Steuerverwaltung Niedersachsen gehört. „Eigentlich haben wir nicht vor, später ins Finanzwesen einzusteigen“, gibt Jennifer Ploog zu.

Deshalb muss sich Jonas Giese, der an der Steuerakademie in Rinteln studiert hat und jetzt in der Amtsprüfung arbeitet, ins Zeug legen, um den Schülerinnen seinen Beruf schmackhaft zu machen. „Ein Vorteil ist, dass wir Beamte auf Lebenszeit sind und einen sicheren Job haben“, erklärt der 26-Jährige, der am Herzog-Ernst-Gymnasium Abitur gemacht hat. Richtig überzeugen konnte er die Mädchen noch nicht. Dann legt Jonas Giese eine Gehaltstabelle vor. „Das Einstiegsgehalt wäre auf jeden Fall ein Argument“, fand Lisa Hillmer.

Den Markt der Betriebe bewerten die Schüler mit gemischten Gefühlen. „Für mich ist es zu früh, sich zu informieren“, sagte Abigail Einhorn. „Wir wollen erst Abitur machen und denken noch nicht an später.“ Schulleiterin Gabriele Diedrich erklärt: „Es geht auch darum, Kontakte für Praktika zu knüpfen.“

Aber auch für diejenigen, die sich noch nicht festlegen wollen, gab es Angebote. Die Stiftung Leben leben informierte die Schüler über die Vorteile eines freiwilligen sozialen Jahres. Ein besonderer Vertreter war die schuleigene Firma, die Pullis, Geodreiecke und Hefte mit dem Schullogo bedruckt. „Wir arbeiten selbstständig und lernen dabei viel über das Berufsleben“, sagte der 17 Jahre alte Tom Kaluza. Seit über drei Jahren ist er Geschäftsführer. Deshalb weiß er schon: „Wahrscheinlich studiere ich BWL.“

Von Sandra Hackenberg

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