Knappste Mehrheiten

Wachwechsel an der Spitze der Mehrheitsgruppe im Uelzener Stadtrat: Ralf Munstermann (links) übernahm die Führung der SPD-Fraktion von Manfred Daum.

Uelzen - Von Marc Rath. Es war mit vier Stunden die bislang längste Sitzung des Uelzener Stadtrates in dieser Wahlperiode – und es gab die bislang größten Kontroversen und knappsten Mehrheiten.

Nach mehr als einer Stunde und rund einem Dutzend Wortbeiträgen machte der Rat mit 19 zu 18 Stimmen den Weg für den zwölfmonatigen Probelauf einer Fußgängerzone in der Veerßer Straße im Abschnitt zwischen dem Alten Rathaus und der Einmündung Turmstraße frei. Die 18 anwesenden SPD-Vertreter und Vize-Bürgermeister Jörg Firus (FDP) stimmten für diese Variante, CDU und Grüne waren geschlossen dagegen.

FDP-Ratsherr Gerald Röpe hatte zuvor seine Enthaltung signalisiert. Da in den SPD-Reihen Hans-Michael Thiele verhindert war, holten die Sozialdemokraten entgegen ihrer zuletzt bekundeten Absicht ihre Ratsfrau Karin Mühlenberg aus dem Kuraufenthalt. Mühlenbergs Stimme war auch bei zwei Personalentscheidungen durch das Ausscheiden von SPD-Fraktions-chef Manfred Daum und Vize-Bürgermeisterin Brigitte Struck nötig. Mit der mindestens erforderlichen Zahl von 20 Stimmen wurden so Ute Chlechowitz als neue stellvertretende Bürgermeisterin und Kristina Nenke zur Ratsvorsitzenden als Nachfolergrin von Ralf Munstermann gewählt, der den SPD-Fraktionsvorsitz von Manfred Daum übernahm (AZ berichtete).

Mit jeweils 20 Ja-Stimmen bei 17 Nein-Stimmen und einer Enthaltung stimmte der Rat am späten Abend auch der Umbenennung der Farina- und Seebohmstraße zu. Über die neuen Namen werden die politischen Gremien der Stadt nach der Sommerpause beraten.

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