Energieversorger kontrollieren ihr Netz öfter / Frostschäden vor allem bei Wasserzählern

Knackig kalt: Leitungen schützen

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Klirrende Kälte setzt vor allem Wasserzählern zu, wenn sie nicht richtig geschützt werden. Sie sollten mit Holzwolle oder Decken umwickelt werden, raten die Energieversorger.

Uelzen/Landkreis. Schlecht schließende Türen, beschädigte Fenster oder nicht isolierte Keller können in diesen Tagen für ein böses Erwachen bei Mietern und Hausbesitzern sorgen.

Denn: Die Nächte werden knackig kalt, die Temperaturen fallen, so die Wetterprognosen, bis auf Werte von Minus zehn Grad. Die Folge womöglich: geplatzte Wasserleitungen oder kaputtgefrorene Zähler.

Die Energieversorger „mycity“ und „SVO“ raten daher, freiliegende Wasserleitungen einzukleiden und Wasserzähler durch das Umwickeln mit Tüchern oder Holzwolle zu schützen. „Der Großteil der Frostschäden, die jährlich behoben werden müssen, betreffen Wasserzähler“, erklärt Ralf Horst von der SVO im Gespräch mit der AZ. Daher sollten im eigenen Interesse die Keller frostfrei gehalten werden. Komme es dennoch zu einem Frostschaden oder friere die Leitung bis zum Zähler zu, gebe es Rufbereitschaften für die betroffenen Kunden.

Die Energieunternehmen selbst schauen auch mit Argus-augen auf das eigene Versorgungsnetz, das durch die klirrende Kälte beeinträchtigt werden könnte. Knackpunkte auch hier: Freileitungen, beispielsweise von Wasserrohren unter Brücken, verdeutlicht mycity-Sprecherin Franziska Albrecht. Das Unternehmen versuche jedoch durch eine kontinuierliche Bewegung des Wassers in den Rohren ein Frieren zu verhindern. Zudem würden bei anhaltender Kälte die Kontrollen der Leitungen verstärkt.

Die eigentlichen Schutzmaßnahmen, so Franziska Albrecht von mycity, erfolgten nicht aber im Winter, sondern vor allem in den Sommermonaten. „Durch Instandhaltungsmaßnahmen sorgen die Stadtwerke für einen guten Zustand der Netze, das ist der beste Schutz.“

Extreme Kälte setzt Strom- und Erdgasleitungen weniger zu, schildert Ralf Horst von der SVO. Zumal der Energieversorger für das Umland von Uelzen kaum noch Oberlandleitungen besitze. Starker Schneefall, Windböen und Eisregen seien eher das Problem in diesem Bereich, beispielsweise durch dicke Eispanzer, die sich um die Leitungen legen, oder eine Schneelast. In solchen Fällen, berichtet der SVO-Sprecher, würden Freileitungen auch mit einem Hubschrauber abgeflogen, damit sich Schnee und Eis lösen.

Von Norman Reuter

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