Kreistag und Stadtrat werden durcheinander gewirbelt

Kommunalwahl im Kreis Uelzen: Die „Kleinen“ holen mächtig auf

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tm Uelzen/Landkreis. Die Menschen in Stadt und Landkreis Uelzen haben gewählt – und sie haben die Mehrheitsverhältnisse in den Kommunalparlamenten zum Teil erheblich durcheinander gewirbelt.

So zeichnete sich kurz vor Mitternacht ab, dass bei der gestrigen Kommunalwahl im Uelzener Kreistag CDU und SPD im Gleichschritt Stimmen verloren haben, während die Alternative für Deutschland (AfD) auf Anhieb an der Acht-Prozent-Marke kratzte. Die Wählergemeinschaft „Keine A39“ schaffte nicht wieder den Sprung in den Kreistag.

Viel Arbeit für die Wahlhelfer, hier im Uelzener Rathaus: Bis in die Nacht wurden die Stimmzettel ausgezählt.

Im Uelzener Stadtrat mussten vor allem CDU und Grüne Federn lassen, großer Gewinner ist hier die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), die um mehr als sechs Prozent zulegte. FDP und Linke schafften neu den Sprung ins Stadtparlament. Auch in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ist mit der WBB eine Wählergemeinschaft der große Gewinner. Sie profitierte offenbar vom Ausschluss der Grünen von der Wahl, die eine fehlerhafte Kandidatenliste eingereicht hatten (AZ berichtete). In der Gemeinde Bienenbüttel bleibt die CDU mit Abstand stärkste Partei, gefolgt von der KA. In der Samtgemeinde Rosche erreichte die CDU eine deutliche absolute Mehrheit offenbar noch deutlich ausbauen, die SPD verlor Stimmen. Auch die Samtgemeinde Suderburg wird weiter von der CDU dominiert, vor der SPD und der sehr starken Wählergemeinschaft Suderburger Land. Und auch in der Samtgemeinde Aue liegen die Christdemokraten vorn.

Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen gibt es keine Prozent-Hürden, die die Parteien überspringen müssen, um in die Räte einzuziehen. Entsprechend viele kleine Interessenvertretungen können in die Parlamente einziehen.

Die Wahlbeteiligung lag im Landkreis Uelzen mit 54 Prozent über der von vor fünf Jahren.

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