Das kleine grüne...

. . . Scheinchen wirkt . . . irgendwie komisch. findet Uhlenköper. Seit einem Tag trägt er zwei der neuen Fünf-Euro-Scheine bei sich und versucht derzeit noch herauszufinden, ob er sie mag. Sie sind grüner und wirken verspielter, findet Uhlenköper.

Zum Glück wusste er, dass es diese neuen Scheine geben würde, sonst hätte er sie vermutlich einfach zum Monopoly-Geld gelegt. Oder es wäre ihm so gegangen wie dem jungen Mann in einer norddeutschen Großstadt, der kürzlich mit zwei ihm sehr suspekt erscheinenden Scheinen in die örtliche Polizeidienststelle gegangen ist, um das vermeintliche Falschgeld abzugeben. Die Beamten der Dienststelle nahmen sie entgegen, bedankten sich für die Aufmerksamkeit und Rechtschaffenheit und unterzogen den bläulich-grünen Dingern eine polizeiliche Untersuchung. Nach einigen Minuten dämmerte es ihnen: Das war kein Falschgeld! Das ist nur neues Geld!

So stürzten sie aus ihrer Dienststelle, in der Hoffnung, den jungen rechtschaffenen Mann noch zu erwischen und ihm sein Geld wiederzugeben. Der war aber schon auf und davon.

Jetzt suchen die Beamten nicht nach Räubern und sonstigen Halunken, sondern ausgerechnet nach einem rechtschaffenen Mann, der nicht in den Verdacht kommen wollte, Falschgeld in Umlauf zu bringen.

Uhlenköper schaut erneut auf den kleinen grünen Schein. Vielleicht sollte er die gegenwärtige Verwirrung um neue Scheine nutzen. Er greift also zu dem Monopoly-Geld und stopft sich viele Scheine der unterschiedlichsten Werte in die Taschen. Damit geht er jetzt einkaufen. Vielleicht nimmt die wer an, weil er nicht weiß, was noch richtig und falsch ist, denkt Uhlenköper.

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