Arbeitszeit von Gymnasiallehrern

Klassenfahrt-Boykott: Uelzener Eltern wehren sich

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Uelzen. Uelzener Elternvertreter wehren sich dagegen, dass die Diskussion um die Arbeitszeit von Gymnasiallehrern zu Lasten der Schüler ausgetragen wird. Zu spüren ist dies bereits im Boykott von Klassenfahrten, berichtet Dirk Jaskolla, Vorsitzender des Schulelternrats des Lessing-Gymnasiums (LeG).

Er befürchtet weitere Auswirkungen und hat sich vor zwei Monaten schriftlich an Ministerpräsident Stephan Weil gewendet und darum gebeten, eine Lösung einvernehmlich mit der Lehrerschaft zu finden, „damit die Motivation der Lehrer nicht eingeschränkt wird“.

Nach vier Wochen hakte Jaskolla nach und erhielt noch immer keine Antwort. Er hält das für eine geringe Wertschätzung der Wähler außerhalb des Wahlkampfes. Auch der Schulelternrat des Herzog-Ernst-Gymnasiums hat das Land angeschrieben und wartet noch auf eine Reaktion.

Die Verhandlungen über die Mehrarbeit sei den Tarifparteien vorbehalten, aber: „Als Schulelternrat des Lessing-Gymnasiums wünschen wir eine Sicherstellung der Bildungsqualität, des ausgezeichneten Schulklimas und des hohen Engagements der Lehrerschaft auch für die Zukunft“, erläutert Jaskolla.

Nach der vom Landeskabinett beschlossenen Änderung der Arbeitszeitverordnung sollen Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Gymnasien ab Sommer eine Stunde mehr pro Woche unterrichten (AZ berichtete). Zudem wird die versprochene Stundenermäßigung für Lehrer ab 55 Jahren ausgesetzt.

 Die ganze Diskussion lesen Sie am Dienstag in der AZ.

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